Der moderne Badheizkörper als Kunstwerk im Badezimmer.

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Das Modell „Arbre Bain“ ist mit mehreren Dornbracht- Handtuchhaken ausgestattet.
Die „Arte-Badwärmer“ der „Collection Cinier“ werden aus Olycalstein, der aus den Pyrenäen stammt, gefertigt. Das Modell „Arbre Bain“ ist mit mehreren Dornbracht- Handtuchhaken ausgestattet. Foto: Bemm

Gerade im Bad ist ­Wärme ein komplexes Thema. Man braucht dort auch in Übergangszeiten oder sogar im Sommer Heizkörper. Der moderne Badheizkörper kann aber noch viel mehr als nur wärmen.

Er hält die Handtücher auf seinen elegant geschwungenen Rohren oder an einem extra Handtuchbügel, wärmt sie vor oder trocknet sie, stellt eventuell noch ­einen Spiegel zur Verfügung, hält eine Leuchte bereit, fungiert als Raumteiler oder als Regal. Er sieht dabei auch noch super aus: Der moderne Badheizkörper kann einfach alles. Doch am Anfang der Überlegungen – die stets mit einem Fachmann umgesetzt werden sollten – stehen nicht die Optik oder die Zusatzfunktionen, sondern die Wahl der Betriebsart. Badheizkörper, die an die zentrale Warmwasserheizung angeschlossen werden, sind wohl die üblichste und am häufigsten gewählte Variante.

Verspielt und doch elegant schlängelt sich der Badheizkörper „Perla“ an der Wand entlang.
Verspielt und doch elegant schlängelt sich der Heizkörper „Perla“ an der Wand entlang – auch er ist ebenso Kunstwerk
wie Wärmequelle. Foto: Epr/anapont

Die Anschaffungskosten und der Installationsaufwand sind in der Regel etwas größer als bei der elektrischen Variante, doch die Kosten im laufenden Betrieb sind geringer. Gerade wenn er im Bad als einzige Wärmequelle dient, also keine weitere Heizquelle wie etwa eine Fußbodenheizung vorhanden ist, empfiehlt sich in jedem Fall ein klassischer Badheizkörper für den Warmwasserbetrieb. Praktisch ist beim Austausch des alten Heizkörpers ein neues Modell mit Mittelanschluss. Wie der Name schon vermuten lässt, ­befindet sich der Anschluss an das Warmwassersystem der Zentralheizung in der Mitte des Badheizkörpers. Der Vor- und Rücklauf liegen also unmittelbar nebeneinander, im Abstand von 5 cm. Somit ist man unabhängig von der jeweiligen Breite des gewählten Heizkörpermodells. Alternativ zum warmwasserbetriebenen gibt es den elektrischen Badheizkörper: ein geschlossenes System, das mit einer Flüssigkeit gefüllt ist, die als Wärmeträger dient. Die Installation ist sehr einfach: Halterungen befestigen, elektrischen Heizkörper an den Halterungen befestigen, Stecker in die Steckdose – fertig!

Die niedrigeren Anschaffungskosten und die einfache Installation haben ihren Preis: hohe Stromkosten. Die Heizpatronen elektrischer Badheizungen haben im Schnitt 600 bis 1000 Watt. Läuft die Heizpatrone oft bis ständig, kommen schnell recht hohe laufende Stromkosten auf einen zu. Als ausschließliche Wärmequelle in einem durchschnittlichen oder gar großen Bad ist die rein elektrische Lösung daher nicht zu empfehlen. Als Zusatz zu einer ­anderen Hauptheizung (Fußbodenheizung, weiterer Heizkörper, der an Zentralheizung angeschlossen ist) ist der elektrische Badheizkörper aber durchaus als schneller „Kuschelwärmer“ brauchbar. Außerdem leistet er in ­selten genutzten, kleinen Gästebädern gute Dienste. Das eine haben, ohne das andere zu lassen: Kuschel­­wärme rund ums Jahr auf den Punkt garantieren Elektro-Wasser-Kombinationen, also duale Systeme, die in der Übergangszeit schnell per Stromzuschuss aktivierbar sind.

Den Heizkörper „Pettine“ gibt es aber auch höher mit fünf Querrohren für die Handtücher.
E wie essentiell – den Heizkörper „Pettine“ gibt es aber auch höher mit fünf Querrohren für die Handtücher. Cooles Kunstobjekt nicht nur im Bad. Foto: Antrax

Warme Füße

Zum Badheizkörper eine Fußbodenheizung zu kombinieren, ist die optimale Lösung für den Raum, in dem wir uns meistens barfuß aufhalten. Diese lässt sich wunderbar mit Fliesen verkleiden, die als Bodenbelag im Bad nach wie vor die Nummer eins darstellen. Unter anderem, da sie Wärme besonders gut leiten. Für eine nachträgliche Verlegung eignen sich elektrische Fußbodenheizungen, die beim Verfliesen einfach ins Kleberbett eingelegt werden. Warmwasser-Fußbodenheizungen werden hingegen meist in den Estrich integriert.

„Ideos“ hat mit seinem neuartigen Design die Wärme im Bad revolutioniert.
„Ideos“ hat mit seinem neuartigen Design die Wärme im Bad revolutioniert. Mit Handtuchhaken oder Handtuchbügel, verschiedenen Anschlüssen und auch als Elektroversion erhältlich. Foto: Kermi

Intelligente Fußbodenheizung

Fußbodenheizsysteme sind im Bad besonders beliebt und der Einbau rechnet sich. Noch effizienter und wirtschaftlicher werden Fußbodenheizungen, wenn sie mit der Einzelraumregelung Fonterra Smart Control „schlau“ gemacht werden. Denn sie misst raumbezogen und kontinuierlich vorab definierte ­Parameter, wandelt die Ergeb­nisse in Befehle um und ermöglicht es jedem Heizkreis, sich ganz von selbst immer wieder auf höchste Effizienz einzustellen.

Fußbodenheizsysteme sind im Bad besonders beliebt und der Einbau rechnet sich.
Foto: Viega

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