Die Auswahl an Outdoor Küchen ist groß, da findet sich für jeden Architekturstil das passende Modell. Foto: Grillzimmer

An einem lauen Sommerabend gemeinsam mit der Familie oder Freunden unter freiem Himmel essen. Mit einer Outdoor Küche und der richtigen Ausstattung lässt sich das Esszimmer samt Küche einfach nach draußen verlagern.

Kochen unter freiem Himmel

Während der heißen Jahreszeit sind wir am liebsten draußen. Viele Menschen verlagern ihren Alltag auf die Terrasse. Mit lässigen Garten Loungemöbeln verwandelt sich der Außenbereich in eine Relaxzone. Wer möchte, kann nicht nur sein Wohnzimmer, sondern auch seine Küche nach draußen verlagern.

Wer nicht nur Fleisch und Gemüse auf dem Grill brutzeln, sondern unter freiem Himmel im eigenen Garten gleich ein komplettes Menü auf den Tisch zaubern möchte, kommt mit einer Outdoor Küche auf seine (kulinarischen) Kosten. Immer mehr verschwimmen die Grenzen zwischen Innen- und Außenbereich. Dank designstarken, robusten Außenmöbeln sind heute komplette Koch-, Wohn- und Esszimmer im Garten möglich.


Ob grillen, dampfgaren, braten, backen oder kochen – moderne Gartenküchen stehen Innenausbauküchen in nichts nach.


 

Outdoor Küche aus Beton vor Villa im Bauhausstil
Wer den Bauhausstil bevorzugt, kann seine Outdoor Küche zum Beispiel in einer puristischen Betonoptik gestalten, wie das Modell „bbqubeX“. Foto: OCQ

Clever planen mit Profis

Eine Gartenküche will gut geplant sein. Erste Voraussetzung ist ein stabiler, ebenerdiger Untergrund. In einem ersten Schritt sollte beim Bauamt abgeklärt werden, ob eine Baugenehmigung notwendig ist. Denn für größere überdachte Outdoor Küchen gelten je nach Bundesland bestimmte Auflagen.

Überlegen Sie sich, wie Sie die Gartenküche künftig nutzen wollen. Soll die Küche draußen an einer Wand stehen? Oder wünschen Sie sich eine beidseitig bedienbare Insellösung? Am einfachsten ist es, die Außenküche an einer Hauswand zu installieren, denn dort sind Wasser-, Strom- und Gasanschluss in der Regel bereits vorhanden.

Outdoor Küche an einer Hauswand.
Die Installation an der Hauswand ist dank den notwendigen Anschlüssen in der Regel am einfachsten. Foto: Jokodomus

Allerdings muss hierbei unbedingt die Beschaffenheit der Hausfassade beachtet werden, denn im Fall von schnell entflammbaren Dämmmaterialien kann es sonst schnell gefährlich werden. Und auch bei den elektrischen Anschlüssen gibt es einige gesetzliche Vorschriften zu beachten. Am besten lässt man bei der Montage einen Profi ran. Einige Hersteller bieten vorab sogar 3D-Ansichten der individuell geplanten Küche an.

Outdoor Küche vor einem romantischen Landhaus mit Sonnenschirm.
Eine Outdoor Küche will sorgfältig geplant sein – schließlich soll die Küche künftig den eigenen Bedürfnissen entsprechen. Foto Wesco

Welcher Grill für eine Outdoor Küche?

Outdoor Küchen sind in unterschiedlichen Anfertigungen und Preisklassen erhältlich. Die meisten Modelle verfügen über mindestens eine Kochstelle und einen Grill. Zur Grundausstattung gehören meistens ein Holzkohle- oder Gasgrill, es ist aber auch beides möglich.

Mit einer Abdeckhaube lässt sich in der Outdoor Küche sogar Brot backen. Hinzukommen spezielle Ausstattungen wie ein Teppanyaki-Grill, also eine japanische Kochplatte aus Eisen oder Edelstahl.

Outdoor Küche auf Terrasse.
Da diese Küche aus Beton gefertigt wurde, ist sie nahezu wartungsfrei. Foto: wwoo

Was gehört in eine Outdoor Küche?

Daneben dürfen Kochfelder natürlich nicht fehlen. Längst sind nicht nur Gaskochfelder, sondern auch Ceran- oder High-End-Induktionskochfelder möglich.

Neben einer Kochstelle, die den individuellen Bedürfnissen entspricht, ist in einer Outdoor Küche ausreichend Arbeitsfläche wichtig. Mobile Beistelltische oder spezielle Barbecuewagen bieten zusätzliche Abstellmöglichkeiten. Schließlich möchte man das Pracht-Steak ordentlich marinieren, bevor es auf den Grill kommt, und parallel Salat schnippeln.

Mann bereitet Marinde in einer Outdoor Küche zu.
Das „Big Green Egg“ ist ein kompakter Holzkohlegrill aus hochwertiger Keramik. Genauso wichtig in der Outdoor Küche: Um sich kreativ austoben zu können, brauchen Hobbyköche ausreichend Platz. Foto: wwoo
Die modernen „BBQtion Outdoorküchen“ bieten verschiedene Features wie Schubkästen mit eingebautem Tisch – dadurch hat man mehr Ablageflächen in der Gartenküche. Foto: Village Garden

Gemüse und Co. wäscht man am besten im Spülbecken neben der Kochstation. Wer einen Wasseranschluss im Außenbereich hat, kann eine Spüle in seine Outdoor Küche integrieren, auf Wunsch sogar mit einer eingebauten Mischbatterie oder einem Durchlauferhitzer. Für noch mehr Komfort – und kühle Getränke! – sorgt außerdem ein Kühlschrank, für den allerdings ein entsprechender elektrischer Anschluss notwendig ist.


Checkliste – Planen Sie Ihre Outdoorküche:

  • Wo ist der beste Platz für meine Outdoorküche?
  • Wie groß soll die Außenküche sein?
  • Welche Leitungen und Anschlüsse sind vorhanden?
  • Welche Installationen benötige ich?
  • Welcher Grill soll eingebaut werden?
  • Welche weiteren Kochfunktionen benötige ich?
  • Brauche ich eine Spüle und einen Outdoorkühlschrank?

 

Outdoor Küche in skandinavischem Design vor einer roten Außenwand.
Diese minimalistische Outdoor Küche überzeugt im schlichten skandinavischen Look. Foto: Röshults

Gestalterischer Spielraum

Damit das Küchenzubehör weggeräumt werden kann, ist in der Outdoor Küche natürlich auch ausreichend Stauraum erforderlich. Auch hier empfiehlt sich eine sorgfältige Planung. Eine Gartenküche lässt sich individuell gestalten, passend zu den eigenen Vorstellungen in Sachen Nutzung und Design.

Einige Hersteller bieten zum Beispiel unterschiedliche Höhen und Längen sowie verschiedene Zusatz-Einbaugeräten und Accessoires an, wie Holzschneidebretter, Holzboxen und Messerblock.

Outdoor Kommode von Weishäupl
Passende Outdoormöbel bieten Stauraum und komplettieren die Gartenküche. Foto: Weishäupl

Flexibel erweitern

Viele Küchensysteme für draußen lassen sich darüber hinaus je nach Bedarf erweitern. Dank modularer Konzepte können einzelne Küchenelemente, die wahlweise offen oder geschlossen, mit Türen oder Schubkästen ausgestattet sind, flexibel miteinander kombiniert werden.

Neben Details wie Schubladen mit oder ohne Push-to-open-Funktion, Teller- und Gewürzhaltern sowie Haken zum Aufhängen von Küchenutensilien müssen insbesondere auch Geräuschdämmung und Kindersicherungen berücksichtigt werden. Beim Umgang mit offenem Feuer ist außerdem auf angemessenen Brandschutz sowie Rauchableitung zu achten.


Outdoor Küchen im Überblick:

Viele moderne Outdoor Küchen stehen Innenküchen in nichts nach und können mit allen gewünschten Einbaugeräten ausgestattet werden.


Gut geschützt

Entscheidend ist das Material, schließlich muss eine Außenküche Wind und Wetter trotzen. Geeignet sind wasserresistente und UV-beständige Kunst­stoffe, robustes Edelstahl oder witterungsbeständiges Holz. Mit einer Überdachung sind Küchengeräte und Möbel vor Sonne, Regen und Schnee geschützt.

Wer seine Outdoor Küche nicht überdachen kann, sollte an einen Wetterschutz denken, also beispielsweise eine Abdeckplane, um die Neuanschaffung zu schützen. Im Winter müssen zudem alle Leitungen wasserfrei sein und das Wasser abgestellt werden.

Mann zupft Basilikum in einem Kräutergarten.
Wer einen Kräutergarten hat, kann Basilikum und Co. immer frisch ernten. Foto: Cane-line

Gesellige Dinnerparties

Entsprechend ausgestattet, lässt sich in der Außenküche im Garten also ein komplettes Menü zubereiten – vielleicht sogar mit Kräutern direkt aus dem Garten. Eine stimmige Beleuchtung und gemütliche Außenmöbel runden den Kochspaß unter freiem Himmel ab.

Ein runder Tisch sorgt zum Beispiel für eine besonders gesellige Atmosphäre. Bei den Möbeln fürs Outdoor-Esszimmer, die ganzjährig ohne Überdachung draußen stehen, ist natürlich auf wetterbeständige Materialien zu achten. Ein weiterer Vorteil einer Küche an der frischen Luft: Sie sind immer mitten im Geschehen und verbringen die gesamte Zeit mit den Gästen.

Stilvolles Dinner: Ein runder Tisch sorgt für eine gesellige Atmosphäre. Foto: Cane-line

Und was kostet eine Outdoor Küche?

Gartenküchen sind in unterschiedlichen Anfertigungen erhältlich – entsprechend variieren auch die Kosten. Je nach Ausstattung der Outdoor Küche steigen auch die Preise. Für eine Außenküche mit Kühlschrank zum Beispiel ist nicht nur ein entsprechender elektrischer Anschluss nötig, sondern auch ein etwas dickerer Geldbeutel.

Nicht nur die eingebauten Geräte, sondern auch das Material spielt bei den Kosten von Outdoor Küchen natürlich eine entscheidende Rolle. Generell sind Außenküchen aus wetterbeständigen Materialen hergestellt, es gibt jedoch Extras wie eine zusätzliche KTL-Beschichtung, die sich auch auf den Preis niederschlagen kann.

Outdoor Küche auf einer geschützten Terrasse.
Die Kosten für eine neue Outdoor Küche hängen stark von der Ausstattung und den verwendeten Materialien ab. Foto: Niehoff

Gute Outdoor-Küchen sind nicht unbedingt preiswert. Bereits Basic-Modelle mit einem einfachen Gasbrenner und Grill kosten je nach Hersteller bereits mehrere tausend Euro. Amateur- und Hobby-Grillmeister, die ihre Kochkünste in der neuen Outdoor Küche austesten möchten, sollten es zunächst mit einer einfachen Außenküche mit Gasgrill versuchen.

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