Pool im heimischen Garten
Ab ins kalte Nass: Nach der Überwinterung wird der Pool im Nu wieder sommerfit gemacht. Foto: Balena

Wenn es wärmer wird, können es Poolbesitzer kaum erwarten, wieder ins kühle Nass zu springen. Nach dem Winter gilt es bei der Inbetriebnahme des Pools einiges zu beachten. Wir haben eine Checkliste, wie man den Pool sommerfit macht.

Planschen, schwimmen oder einfach nur entspannen: Ein Pool im eigenen Garten sorgt in den Sommermonaten für Abwechslung. Sind die heißen Sommertage vorbei, wird der Pool auf die kalte Jahreszeit vorbereitet. Im Winter wird der Wasserspiegel im Pool gesenkt und das Becken abgedeckt.

Sobald es im Frühling aber wieder wärmer wird, sollte der Pool auf die bevorstehende Badesaison vorbereitet werden. Damit der Pool möglichst leicht sommerfit gemacht werden kann, ist es wichtig, den Pool bereits am Ende der Vorsaison richtig auf den Winter vorzubereiten.

Wurde die Überwinterung fachgerecht ausgeführt, kann die Wiederinbetriebnahme im Handumdrehen bewerkstelligt werden – bei Fragen hilft auch ein Fachhändler weiter. So erwecken Sie Ihren Pool aus dem Winterschlaf.

Pool mit aufblasbarem Badespielzeug
Gewusst wie: Mit der richtigen Vorgehensweise wird der Pool schnell sommerfit gemacht. Foto: Unsplash/Toni Cuenca

1. Start in die Pool Saison

Der Monat Mai bietet sich für die Wiederinbetriebnahme an. Denn so bleibt noch genug Zeit, um technische Störungen zu beheben, bevor die erste Hitzewelle im Hochsommer heranrollt. Der Swimming Pool im eigenen Garten kann in Betrieb genommen werden, sobald das Wasser eine Temperatur von 10 bis 12°C erreicht.

2. Entfernen der Abdeckplane

Bevor die Abdeckplane entfernt wird, sollte sichergestellt werden, dass sich keine Wasseransammlungen darauf befinden. Sollte sich im Verlauf der Wintermonate tatsächlich viel Wasser angesammelt haben, kann dieses zum Beispiel mithilfe einer kleinen Tauchpumpe abgepumpt werden. Die Schutzplane wird am besten zu zweit von der Befestigung gelöst. So kann sie im Anschluss korrekt zusammengefaltet und verstaut werden.

Eine automatisch aufrollbare Abdeckung ist etwas einfacher in der Handhabung: Sie wird per digitaler Kommunikation gesteuert und lässt sich somit per Knopfruck öffnen und schließen. Reinigen Sie sowohl die Abdeckung als auch den Rollkasten vor dem Öffnen des Pools – so landet kein Schmutz im Becken.

Abdeckung Pool mit Aufrollvorrichtung
Eine automatische Oberflur-Aufrollvorrichtung sorgt für noch Komfort. Die Steuerung erfolgt über digitale Kommunikation. Foto: Balena

3. Reinigung des Pools

Nachdem die Abdeckplane entfernt wurde, werden zunächst Laub oder Tannennadeln mit einem Poolkescher entfernt. Im Anschluss lassen sie das gesamte Wasser ab, um den Poolboden und die Wände sorgfältig zu reinigen. Die Beckenränder werden von Innen nach Außen gesäubert. Dazu eignet sich ein Hochdruckreiniger, mit dem sich eventuelles Moos, das sich über die Wintermonate angesammelt hat, problemlos entfernen lässt. Achten Sie darauf, den Wasserstrahl vom Pool weg zu richten. Entfernen Sie zudem die allenfalls für die Überwinterung verwendeten Verschlußstopfen oder Eispolster.

Die Wasserlinie muss gegebenenfalls mit Bürste und einem geeigneten Reinigungsprodukt gereinigt werden. Tipp: Gegen Kalkränder helfen saure Reinigungsmittel. Gegen ölige und fettige Rückstände hingegen sind spezielle alkalische Poolreiniger am besten geeignet.

3. Technische Vorbereitung

Als Erstes müssen die Anlagen und Vorrichtungen im Betriebsraum wieder gestartet werden. Denn zur Reinigung des Schwimmbeckens muss die Filteranlage funktionstüchtig sein. Stellen Sie sicher, dass alle Entleerungsschrauben bei Pumpen und Filtern wieder korrekt verschlossen sind. Füllen Sie sowohl den Filter als auch den Vorfilter der Pumpe mit Wasser und verschließen Sie alles wieder. Prüfen Sie unbedingt auf Dichtigkeit! Öffnen Sie die Absperr-Ventile, positionieren Sie das Mehrwege-Ventil in die Stellung „Filterung“, und schalten Sie die Filterpumpe ein.

Wenn Sie einen Sandfilter installiert haben, machen Sie zuerst eine Rückspülung. Haben Sie einen Kartuschenfilter im Einsatz, tauschen Sie alle Kartuschen oder das Filterpapier vor Inbetriebnahme aus.

4. Wasserqualität prüfen

Danach kann frisches Leitungswasser in den Pool gefüllt werden, bis der reguläre Wasserspiegel wieder erreicht ist. Tipp: Der Wasserspiegel sollte auf drei Viertel der Skimmer liegen.

Nun sollte die Wasserqualität im Pool kontrolliert werden. Dazu gehört das Wassergleichgewicht und das richtige Chlorgehalt. Schließlich sollte das Wasser optimal ausbalanciert sein. Am Anfang der Badesaison ist es besonders wichtig, Chlorgehalt und pH-Wert rasch auf ein optimales Niveau zu bringen. Sonst kann es passieren, dass dax Pool-Wasser „kippt“.

Teststreifenset zum Messen des Chlorgehalts im eigenen Pool
Die chemischen Werte des Pool-Wassers lassen sich mithilfe von Teststreifensets oder digitalen Wassertestgeräten prüfen. Foto: Getty/Bill Oxford

Alkalität und pH-Wert

Prüfen Sie Alkalität und pH-Wert, damit die Desinfektion des Wassers optimal wirkt. Der ideale pH-Wert liegt zwischen zwischen 7,0 und 7,4. Die Alkalität zeigt an, wie gut das Beckenwasser seinen pH-Wert konstant halten kann. Der durchschnittlich empfohlene Wert liegt bei 80 bis 150 mg pro Liter. Für den Chlorgehalt werden 0,3 bis 0,6 mg pro Liter Wasser empfohlen. Die Werte lassen sich mithilfe von Teststreifensets oder Wassertestgeräten prüfen.

Stellen Sie vor der Zugabe von Korrekturmitteln sicher, dass sich das Mehrwege-Ventil an der Filteranlage in der Stellung für die Filterung befindet. Stabilisieren Sie die Wasseraufbereitung mit einem Salzelektrolysegerät, einer automatischen pH-Wert-Regelung oder mit chemischen Produkten.

Nach der so genannten Stosschlorierung regeln Langzeit-Chlortabletten den Chlorgehalt des Pools. Die Desinfektion des Wassers ist stark temperaturabhängig, besonders im Hochsommer. Es ist also ratsam, die Wasserwerte im Pool stets im Auge zu behalten.

Übrigens: Ganzjährig nutzbare Bio-Pool-Anlagen benötigen keinen Wasseraustausch. Dank einer speziellen Filtertechnik reinigen sie sich biologisch und kommen ohne Chlor aus.

Naturpool im Garten eines modernen Einfamilienhauses
Ein Naturpool reinigt sich selbst und kommt ohne Zugabe von Chlor aus. Foto: Biotop

5. Erneute Reinigung des Beckens

Natürlich können sich während der Wintermonate trotz der Abdeckung am Boden des Schwimmbeckens organische Schmutzstoffe festsetzen. Für die Beseitigung verwenden Sie am besten einen manuellen Pool-Reiniger. Im Anschluss kommt der elektrische oder hydraulische Pool-Reiniger zum Einsatz, um die reguläre Pool-Pflege für die Badesaison auszuführen.

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