Der moderne Sonnenschutz auf der Terrasse.

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Die reißfeste, licht- und regendichte PVC-Bespannung kann wie ein Cabrio nach Belieben geöffnet und geschlossen werden.
Die reißfeste, licht- und regendichte PVC-Bespannung kann wie ein Cabrio nach Belieben geöffnet und geschlossen werden: Eine Sonnenschutzvariante, die die Lücke zwischen Markise und festem Terrassendach schließt. Foto: Weinor

Ausgebleicht und quietschend – eine alte Markise ist ein Schandfleck und ein ständiges Ärgernis. Zeit für modernen Sonnenschutz: Frische Farben, mit Komfort und aktueller Technik kombiniert, bereichern das sommerliche Ambiente.

Wer eine alte Markise ersetzen möchte oder bisher gar keinen Schatten auf der Terrasse hatte, findet in der Vielfalt moderner Sonnenschutzelemente sicher gleich mehrere Favoriten. Die klassische Markise allein hat schon viele Varianten zu bieten, dazu kommen vor allem Sonnensegel, Terrassendächer und Pergolen infrage. Letztere beiden punkten mit einer vielseitigen Verwendbarkeit.

Zeit für modernen Sonnenschutz: Frische Farben, mit Komfort und aktueller Technik kombiniert, bereichern das sommerliche Ambiente.
Foto: Weinor

Auf dem Trockenen

Unter einer Pergola oder einem Terrassendach kann man bei jedem Wetter ganz gelassen sitzen bleiben. Acryl-Stegplatten als Bedachung oder, für kleinere Objekte, auch Polycarbonat-Stegplatten sind günstig, schlagfest und robust. Auch PVC-Bespannungen sind möglich, die das ganze System dann flexibler machen und den Sonnenschutz gleich inklusive bieten.

Das Terrassendach „Anova“ ist besonders schnell montiert. Auf Wunsch können die Glasfelder verschiebbar gestaltet werden.
Das Terrassendach „Anova“ ist besonders schnell montiert. Auf Wunsch können die Glasfelder verschiebbar gestaltet werden, so dass sich die Dachfläche zu fünfzig Prozent öffnen lässt. Foto: Solarlux

Eine Glasdachkonstruktion ist teurer, sieht aber hochwertig und elegant aus. Verbundsicherheitsglas ist UV-beständig, wetterfest, isolierend und so belastbar und stabil, dass es nur von unauffälligen Längsträgern gehalten wird und zum Reinigen sogar begehbar ist. Ein Sonnenschutz, der über oder auch unter dem Glasdach bei Bedarf ausgefahren oder verspannt wird, ist vor allem in Südlage unerlässlich. Auch sonnenverträgliche Rankpflanzen können hier als gemütliche Beschattung dienen – die sind dann allerdings nicht, wie die textile Variante, nach Bedarf einfach zur Seite zu schieben und verdunkeln daher zu jeder Zeit auch die Innenräume.

Eine Pergola, die nicht mit einem Betonfundament fixiert werden muss, erweist sich als recht flexibler Sonnenschutz .
Eine Pergola, die nicht mit einem Betonfundament fixiert werden muss, erweist sich als recht flexibler Sonnenschutz – dank gestaltbarer Beschwerungskästen, die mit Kies befüllt werden. Foto: Markilux

Individuelle Farbwelt

Die Markise ist die passende Wahl, wenn man gerne unter freiem Himmel sitzt und nur bei Bedarf den Sonnenschutz ausfahren möchte. Auch sie schützt meist – je nachdem, wo sie positioniert wurde – nicht nur den Sitzplatz auf der Terrasse, sondern auch den Wohnraum vor Hitze und blendendem Licht. Markisen unterscheiden sich in einerseits die offene Gelenkarmmarkise und andererseits Gelenkarmmarkisen, die für das aufgewickelte Markisentuch eine Schutzvorrichtung in Form einer Hülse, Halbkassette oder Vollkassette bieten. Letztere ist die „Luxus“-Version: Das Kassetten- oder Kasten­gehäuse ist bei Nichtbenutzung völlig geschlossen und schützt die komplette Markise und die Mechanik vor der Bewitterung. Markisen und ihre Montage sind in verschiedene Windwiderstandsklassen eingeteilt, von Klasse 0 (die Markise darf bei Wind nicht genutzt werden) bis hin zu Klasse 3 (die Markise darf bis Windstärke 6 ausgefahren bleiben).

Individuelle Optik, vollautomatisch ausrollbar und sogar bei Wind und Regen im einsetzbar.
Individuelle Optik, vollautomatisch ausrollbar und sogar bei Wind und Regen im einsetzbar: Dieses Sonnensegel „trapez4sun“ macht die Terrasse zum Showroom. Mit dem System „TaHoma“ von Somfy lässt es sich auch per Smartphone steuern. Foto: C4Sun

Achten Sie bei der Auswahl auch auf das CE-Prüfzeichen. Eine Handkurbel bekommen Sie zwar auch heute noch bei den meisten (offenen) Gelenkarmmarkisen mitgeliefert – aber die ist lediglich noch dafür da, einen eventuellen Stromausfall zu kompensieren. Denn im Normalfall wird die Markise heutzutage mit der Kraft eines elektrischen Motors aus- und eingefahren. Und das kann nicht nur über einen Schalter und/oder eine Fernbedienung per Funk gesteuert werden, sondern mittlerweile sogar per WLAN/ Smarthome-Steuerung bzw. über das Smartphone. Per Funk funktioniert auch ein Regen-, Wind- und Sonnenwächter. So hat man die Möglichkeit, die Markise zu programmieren und sie je nach Wetter und Windbedingungen voll automatisiert ein- beziehungsweise ausfahren zu lassen. Direkt am Haus angebracht, schützt sie auch die Wohnräume vor Hitze. Mittlerweile gibt es aber sogar frei stehende Modelle. Viele Komfortoptionen wie ein zusätzlicher Vertikal-Volant – der vor sehr tief stehender Sonne oder neugierigen Nachbarsblicken schützt –, Beleuchtung und Heizstrahler runden die Markisenwelt zu einem Land der unbegrenzten Möglichkeiten ab. In tollen bunten Farben und Mustern sind die Stoffe zu haben und heizen damit die sommerliche Hochstimmung auf der Terrasse an.

Eine elektrische Markise kann ganz bequem mit einer Steuereinheit oder Fernbedienung betätigt werden.
Kurbeln ist nun wirklich out. Eine elektrische Markise kann ganz bequem mit einer Steuereinheit oder Fernbedienung
betätigt werden. Foto: Somfy

Flexibler Trend

Sonnensegel bieten einen besonders flexiblen Sonnenschutz und sind gerade der Top-Trend, egal ob fest verspanntes Sonnenschutzsegel (Sonnensegel) oder ein bewegliches, in Edelstahlseilen geführtes Faltsonnensegel. Achtung: Da Sonnensegel aus Markisenstoffen sich etwas dehnen beim Abspannen, sollten an jeder Seite bei den gemessenen Maßen ein paar Zentimeter abgenommen werden (die sogenannte Nachspannreserve). Ein Sonnensegel, das zwischen den fertigen Einhängepunkten zu groß gemessen wurde, kann nicht verspannt werden. Dagegen kann ein etwas zu kleines Segel jederzeit mit Karabinerhaken verlängert werden. Wer auch bei sommerlichem Sprühregen noch draußen sitzen möchte, kann ein wasserabweisendes Segel aus Polyester oder Acrylmarkisentuch beziehungsweise ein wasserdichtes Sonnensegel wählen.

Die klassische Kassettenmarkise.
Die klassische Kassettenmarkise: Im geschlossenen Zustand sind Tuch und Konstruktion vor der Witterung geschützt. Dieses Modell, „K70“, hat den if product design award erhalten. Das optionale Volant-Rollo schützt vor tiefstehender Sonne. Foto: Warema

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