Bodenbeläge für die Terrasse. Barfuß in den Sommer.

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Fußballspielen für die Kinder möglich: Mit dem richtigen Belag
Foto: Trex

Naturstein, Holz, WPC …: Viele – dauerhaft – schöne Beläge für Terrasse und Außenanlagen lassen uns den Sommer noch mehr genießen. Also weg mit den alten Waschbetonplatten, eine neue Terrasse ist schnell gestaltet!

Getrübter Sommer im Freien: Wenn die vermoosten Waschbetonplatten selbst mit dem Hochdruckreiniger nicht mehr ansehnlich werden, ist es höchste Zeit für einen neuen Belag. Auch Außenbeläge gehen mit dem Trend der Zeit – eine Modernisierung kann also ohnehin nicht schaden. Zum Beispiel mit Natursteinen für einen edlen, rustikalen oder auch mediterranen Touch. Die Materialien reichen vom weichen Schiefer, Marmor und Sandstein über härteren Porphyr, Quarzit, schwarzen Andesit bis hin zu harten Basalt- und Granitplatten. Polierter Naturstein wird in feuchtem Zustand zur Schleuderbahn – also kein poliertes Material wählen! Eine Rutschsicherheitsklasse von R 11 bis R 13 wird unbedingt empfohlen. Marmor ist außerdem ein relativ weiches Gestein und daher bruchgefährdet und nicht frostsicher. Als zentrales Gestaltungselement für Außenbereiche passen sich Klinker allen Terrassenformen an. Sie sind pflegeleicht und können flach, hochkant oder seitlich stehend im verdichteten Sand- und/oder Mörtelbett verlegt werden. Auch unglasierte Steinzeugfliesen sind außerordentlich strapazierfähig, verzeihen allerdings Rotweinflecken und ähnliches nur begrenzt. Voraussetzung ist eine hohe Verschleißgruppe (3 bis 4) und Frostsicherheit. Betonsteine lassen in der Vielfalt keine Wünsche offen. Es gibt Verbund-steine und geometrische Formate, also quadratische, rechteckige oder sechseckige Betonpflastersteine. Verbundsteine greifen beim Verlegen durch ihre gezackte Form exakt ineinander, sodass sie besonders hohen Belastungen standhalten. Zahlreiche passend erhältliche Spezial-elemente für die Randbefestigung oder angrenzende Treppen sowie der günstige Preis sprechen für den Baustoff Beton.

Wenn eine Terrasse nicht fachgerecht gebaut wird, sieht sie aufgrund von Unterspülungen schnell aus wie eine Berg- und Tal-Landschaft. Ob feste Verlegung in Mörtel oder Kleber mit geschlossenen Fugen oder ob lose verlegt wird, der Terrassen-Untergrund muss ausreichend verdichtet sein. Damit eindringendes Wasser schnellstmöglich abgeleitet wird und somit keine Schäden anrichtet, sind außerdem Drainagesysteme zu empfehlen.

Holzterrasse

Das Angebot an Terrassenhölzern ist groß – mit und ohne “Materialpartner”. Tropenholz kam in Verruf, doch die Nutzung von Ipê, Cumaru, Maçaranduba oder anderen tropischen Hölzern kann sogar helfen, die Existenz des Tropen-waldes zu schützen – wenn es mit FSC-Zertifikat erworben wird. Die Wälder zu schützen, indem man sie nützt, ist das Konzept des Forest StewardshipCouncil, einem Zertifizierungssystem für verantwortungsvolle Waldbewirtschaftung. Natürlich eignen sich aber auch heimische Hölzer wie die Robinie oder tiefdruckimprägniertes Fichten- oder Kiefernholz für die Terrasse. Thermohölzer sind ebenfalls häufig europäische Holz-arten, denen durch unterschiedliche thermische Verfahren ein längeres Leben auf der Terrasse beschieden wird. Wichtig ist vor allem, dass das Holz mit einer soliden Unterkonstruktion nirgends auf dem Erdboden aufliegt und von allen Seiten gut belüftet ist, damit es immer gut trocknet. Weniger empfindlich gegen Nässe und deshalb so groß im Trend ist das Kompositmaterial WPC: Wood Plastic Composites sind aus Holz- bzw. Zellulosefasern zusammen mit unterschiedlichen Kunststoffen hergestellte Profile, die in vielen (Holz-)Farben und Oberflächenstrukturen angeboten werden. Einzelne Hersteller geben Garantien von bis zu 25 Jahren für ihre Lebensdauer. Seit neuestem gibt es auch die Materialkombination Holz und Acrylglas: Durch die Kombination mit Holzfasern entsteht ein nicht transparentes und stabiles Material, bei dem Plexiglas® die Naturfasern des Holzes schützend umgibt und so die Entwicklung einer Hohlkammerdiele erlaubt. Pluspunkte sind das geringe Gewicht, Härte und Widerstandsfähigkeit sowie die beidseitige Verwendbarkeit mit zwei verschiedenen Oberflächen. Die Terrassenverschönerung geht schnell über die Bühne, es handelt sich finanziell um einen überschaubaren Aufwand – und der Sommer wird fantastisch!

Holzterrasse
Foto: Osmo

Modernisierung mit Pflastersteinen

Alte Waschbetonplatten, vermoderte Pflastersteine: Auch „Vorgärten“ und Garageneinfahrten haben nach vielen Jahren eine Generalüberholung nötig. Familie Stoiss wünschte sich für ihre veralteten Außenanlagen – aus dem Baujahr ihres Einfamilienhauses, 1977 – eine offenere und großzügigere Optik. Sie holten sich Anregungen im Rinn Ideengarten und ließen die neue Gestaltung dort planen. Innerhalb von fünf Wochen wurde der gesamte Außenbereich vor Haustür und Garage – inklusive der Treppe – mit rollgeräuscharmen Pflastersteinen modernisiert und präsentiert sich nun freundlich und ko