Küchen werden immer offener gestaltet und ermöglichen eine freie Kommunikation zwischen Koch und Gästen. Damit nicht nur das Abendessen überzeugt, sondern auch die Optik der Küche, haben wir die neusten Trends zusammengefasst.

Eine Küche sollte nicht nur funktional und praktisch sein, sondern auch einen optischen Anreiz bieten. Bei einer offenen Wohnraumgestaltung ist es noch wichtiger, dass die Küche sich in das Gesamtbild einreiht und Möbel aufeinander abgestimmt sind. Dabei ist eine optimale Raumnutzung von Vorteil: ausziehbare Arbeitsflächen, Klapptische und Innentürablagen lassen die Küche nach der Benutzung aufgeräumt aussehen. Eine indirekte Beleuchtung kann zusätzliche Akzente setzen und die Arbeitsfläche angemessen ausleuchten. Küchengeräte sollten ergonomisch passend platziert werden: Ofen und Kühlschrank auf „halber Höhe“ erleichtern die Benutzung.

Ausziehbare Schlauchbrause
Eine ausziehbare Schlauchbrause erleichtert das Befüllen von Töpfen und Flaschen und bietet eine praktische Alternative zu klassischen Armaturen. Foto: Blanco

Kein Armatur-Amateur

Mehr als 60 Prozent der Tätigkeiten in der Küche konzentrieren sich auf die Spüle. Anders gesagt: die zentrale Wasserstelle der Küche wird durchschnittlich 75 Mal am Tag benutzt. Dementsprechend sollten Armaturen nicht nur gut aussehen, sondern auch einen praktischen Nutzen haben. Modelle mit ausziehbarer Schlauchbrause erleichtern das Befüllen von Töpfen. Auch Material, Einbau und Zubehör spielen eine wichtige Rolle. Ein Spülen-Unterschrank bringt mehr Stauraum und lässt dennoch genug Platz für eine geräumige Küchenspüle mit Haupt- und Zusatzbecken. Ergänzend können Schneidebrett und Multifunktionsschale in das Waschbecken eingehängt werden. Besonders beliebt sind Spülbecken aus Edelstahl, da sie sich in jedes Küchenambiente integrieren lassen. Wer eine farbliche Veränderung möchte, sollte Silgranit als Material wählen: die Oberfläche sieht nicht nur schick aus, sie ist auch antibakteriell und besonders schmutzabweisend. Doch auch klassische Spülen aus Keramik sind gefragt und gelten als pflegeleicht.

Gestalterische Vielfalt

Küchen mit Fronten in Betonoptik oder Metall gewinnen immer mehr an Beliebtheit. Das farbliche Spektrum bei Beton liegt zwischen hell- und dunkelgrau, während Metall von Silber über Kupfer bis hin zu „Rost-Optik“ und extravaganten Gold mehr Vielfalt bringt. Wem das zu viel ist, kann auch nur die Griffe der Armaturen durch eine Kupfervariante ersetzen, um besondere Akzente zu setzen, ohne das klassische Aussehen der Küche zu ändern. Oftmals werden Arbeitsplatten komplett aus Beton gefertigt und bringen einen besonders rustikalen Stil in die Küche. Doch auch natürliche Materialien und Natur-Motive kommen häufig zum Einsatz und werden durch Arbeitsplatten und Fronten aus Massivholz unterstrichen. Wird in die Platte ein Blumenkasten eingelassen, der als kleiner Kräutergarten genutzt werden kann, sorgt das für einen besonders tollen Hingucker.

Neue Küchenkonzepte mit Farben von Le Corbusier
Neue Küchenkonzepte mit Farben von Le Corbusier: Modernität, zeitlose Eleganz und die ganzheitliche Auffassung von Gestaltung und Architektur werden exklusiv betont. Foto: Leicht

Küchenrenovierung

Selbst teure Einbauküchen kommen in die Jahre. Tagtäglicher Gebrauch, Hitze, Fett und Wasser hinterlassen Spuren. So sehen sie – trotz bester Pflege – nach einigen Jahren nicht mehr so attraktiv aus. Doch abgesehen von optischen Gebrauchsspuren sind die meisten hochwertigen Küchen noch voll funktionsfähig. Der Korpus ist gut erhalten, und die Elektrogeräte sind in tadellosem Zustand. Zum Entsorgen sind diese Küchen viel zu wertvoll. Eine Küchenmodernisierung ist die umweltgerechte und nachhaltige Lösung. Hier werden nur die bestehenden Fronten, Scharniere und Griffe gegen maßgefertigte, neue ausgetauscht.

Renovierte Küche
Foto: Porta

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