Viele Menschen sind allergisch auf Hausstaubmilben. Foto: Getty/penkanya

Staub und Hausstaubmilben lassen sich nicht vermeiden. Doch der richtige Umgang mit Staub senkt das Risiko allergischer Reaktionen auf ein Minimum.

Die Hausstaubmilbe ist ein 0,1 bis 0,5 Millimeter kleines, spinnenähnliches Tier. Dennoch kann es Allergien und Asthma verstärken oder sogar auslösen. Es befindet sich in jedem Haushalt, aber in unterschiedlichem Ausmaß.

Dabei sind die meisten Milben nicht im Staub enthalten. Dadurch stimmt die Formel „Je mehr Staub, desto mehr Milben“ nicht.

Hausstaubmilben fühlen sich viel wohler in Matratzen, Kissen, Polstermöbeln und Teppichen. Sie bevorzugen feuchte Umgebungen, lieben Schimmel und ernähren sich von menschlichen Hautschuppen. Davon verliert ein Mensch täglich etwa ein bis zwei Gramm. Diese Menge reicht aus, um bis zu 1,5 Millionen Hausstaubmilben zu ernähren.

Rote Stelle auf der Haut, die auf allergische Reaktion hinweist und mit Creme behandelt wird.
Eine häufige allergische Reaktion der Haut ist Juckreiz, Ausschlag und Rötung. Foto: Getty/jes2ufoto

Der Allergie-Auslöser

Wer eine Hausstaubmilbenallergie hat, ist nicht auf das Tier selbst allergisch, sondern auf seinen Kot. Der trocknet und zerfällt in eine Vielzahl sehr kleiner Teilchen, die sich mit dem Hausstaub vermischen und mit ihm weitergetragen werden.

Das Bewegen folgender Textilien wirbelt allergenhaltigen Staub auf, der dann mit der Atemluft inhaliert wird:

  • Bettdecken
  • Kissen
  • Matratzen
  • Polstern
  • Teppiche

Typische Allergie-Symptome auf Hausstaubmilben sind tränende oder juckende Augen, Schnupfen, Husten, Niesen, Ekzeme und in schweren Fällen sogar Atemnot oder Asthma.

Hausstaubmilben im Bett

Am häufigsten findet man die Milben in Matratzen. Durch den Schweiß, den der Mensch jede Nacht in seinem Bett absondert, ist für ausreichend Feuchtigkeit gesorgt. Rund 4000 der Insekten lassen sich in einem Gramm Bettstaub nachweisen. Waschen Sie alle Bett-Textilien wöchentlich bei 60 Grad. Erst bei dieser Temperatur werden die Milben abgetötet und die Allergene zerstört.

Da Sie Ihre Matratze nicht einfach waschen können, empfehlen sich milbendichte Matratzenbezüge, sogenannte Encasings. Ein solcher Bezug sperrt die Milben und ihre Exkremente in der Matratze ein, was die Belastung durch die Allergene reduziert, nicht jedoch die Anzahl der Milben. Von einigen Krankenkrassen werden die Kosten für diese Überzüge erstattet.

Hund kratzt sich, sinnbildlich für Hundehaarallergie
Bei einer Tierhaarallergie sind vor allem die Atmung und die Haut betroffen. Foto: Getty/Dziggyfoto

Hausstaub korrekt entfernen

Wer auf die im Haustaub enthaltenen Partikel allergisch reagiert, muss Hausstaub meiden. Da sich die Bildung von Staub nicht vermeiden lässt, sollte man der Entfernung besondere Beachtung schenken. Und dazu gehört der Staubsauger.

Spezielle Allergiker-Staubsauger besitzen ein hohes Partikelrückhaltevermögen, sind mit einem Mikrofilter ausgestattet und geben keine Allergene an die Luft ab. Zudem besitzen sie ein spezielles Verschlusssystem, das dafür sorgt, dass bei der Filterreinigung kein Staubkontakt entsteht.

Eine hohe Saugleistung sorgt außerdem dafür, dass beim Absaugen von Sofas keine Tierhaare oder allergene Partikel zurückbleiben. Auch die beutellosen Modelle gibt es für Allergiker. Allerdings sollte beim Kauf darauf geachtet werden, dass der permanente Filter waschbar ist, sodass ein hohes Maß an Hygiene gewährleistet wird.

Unabhängig vom Modell sollte dieser spezielle Staubsauger in jedem Fall über einen effizienten Hepa- und einen Nachmotorfilter verfügen, um die ausgestoßene Luft frei von Allergenen zu halten.

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