Innovative Hauswand ganz ohne Styropor.

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Der Fertighaushersteller Kampa setzt seit vielen Jahren auf zukunftsfähige Baukonzepte. Jetzt mit einer neuen, innovativen Hauswand ganz ohne Styropor. 

Schon heute erfüllen alle Häuser, die seit 2012 als Effizienzhaus 40 und als Plusenergie-Haus ausgeführt werden, die ab 2020 geforderten energetischen Anforderungen aus der Europäischen Gebäuderichtlinie. Der Fertighaushersteller aus Aalen-Waldhausen in Baden Württemberg sieht sich in seiner Innovationsstrategie bestätigt, will auch weiterhin Impulse für den Hausbau setzen und hat jetzt das gemeinsam mit den Partnern Sto, Knauf und Steico entwickelte MultiTec System für den Holz-Fertigbau präsentiert: ein multifunktionales Wand- und Fassadensystem, das konsequent auf ökologisch positive Bau- und Dämmstoffe setzt. Insbesondere auf Styropor, wie es in herkömmlichen Wärmedämm­verbundsystemen (WDVS) in großen Mengen eingesetzt wird, verzichtet der Haushersteller vollständig. Styropor wird aus Erdöl hergestellt und ist im Hinblick auf ungeklärte Recyclingfragen zunehmend in die Kritik geraten.

Die Basis ist eine massive Holzständer-Rahmenkonstruktion mit einer Vorsatz-Dämmschale mit Dämmwolle und ohne Styropor. Die Passivhausdämmwolle Ecose ist frei von petrochemischen Bindemitteln. Die Hartboardplatten bestehen aus Naturgips und Holzfasern. Dazu eine feuchteregulierende Holzfaserdämmplatte sowie eine Hinterlüftungsebene. Foto: Kampa
Die Basis ist eine massive Holzständer-Rahmenkonstruktion mit einer Vorsatz-Dämmschale mit Dämmwolle und ohne Styropor. Die Passivhausdämmwolle Ecose ist frei von petrochemischen Bindemitteln. Die Hartboardplatten bestehen aus Naturgips und Holzfasern. Dazu eine feuchteregulierende Holzfaserdämmplatte sowie eine Hinterlüftungsebene. Foto: Kampa

Hauswand mit Multi-Fassadensystem

Das MultiTec Wandsystem ist dreischalig aufgebaut: Es verfügt über eine innenseitige Holzfaser-Installationsebene, eine gedämmte Holzständer-Tragebene und eine wärmebrückenoptimiert montierte Zusatzdämmschale, die das bisher übliche Wärmedämmverbundsystem ablöst. Neben der Holzfaserdämmung kommt bei MultiTec ausschließlich der auch von ÖkoTest mit „sehr gut“ ausgezeichnete Ecose-Mineraldämmstoff zum Einsatz. Damit ist das MultiTec Wandsystem ein ökologisches Passivhausbauteil. Dazu gehört auch das MultiTec Fassadensystem. Hierbei handelt es sich konstruktiv um eine hinterlüftete Vorhangfassade (VHF), die eine breite Auswahl an Materialien bietet. So können alle denkbaren Fassaden von Putz, Klinker oder Holz über Schiefer- oder Fassadenplatten bis hin zu farbigen Glas-Panelen oder auch PV-Modulen ganz flexibel und preiswert gestaltet werden. Damit werden Bauherren und Architekten gleichermaßen angesprochen, die einen hohen Anspruch an Architektur und Gestaltung haben, der mit herkömmlichen WDVS-Fassaden nur eingeschränkt oder sehr aufwendig umsetzbar war. Mit der neuen Hauswand sind ab sofort auch raumhohe Fensterelemente möglich – ebenfalls eine architektonisch relevante Option.

Raumhohe Fenster

Die neue Hauswand ist das eine, doch damit der Neuheiten nicht genug. Die mit MultiTec jetzt möglichen raumhohen Formate erfordern eine enorme Stabilität der Fensterprofile; Rahmen und Verglasung müssen die Passivhauskriterien erfüllen und für die gewünschte Gestaltungsqualität sind schlanke Ansichtsbreiten und hochwertige Oberflächen der Fensterrahmen und -flügel erforderlich. Daher stellt Kampa nun sein Passivhausfenster auf das Fabrikat „Alu Inside“ von Schüco um. Dieses steht für die patentierte Verbundtechnologie von, bei der spezielle Aluminiumeinlagen im Kunststoffprofil für mehr Stabilität und für eine Reflexion der Wärme sorgen.

Die Hauswand erlaubt nun auch raumhohe Fenster für noch mehr Licht und Ausblick. Foto: Kampa
Die Hauswand erlaubt nun auch raumhohe Fenster für noch mehr Licht und Ausblick. Foto: Kampf

Eindeckung fürs ganz flache Dach

Architektur und Gestaltungsqualität finden auch am Dach statt, möglichst flache Dachneigungen für moderne Walmdach-Stadtvillen sind regelmäßig gewünscht. Daher nimmt der Fertighaushersteller als erster den von Erlus vorgestellten Tondachziegel E58 RS ins Programm auf. Selbst extrem flache Dächer mit nur zehn Grad Neigung lassen sich mit damit ohne wasserdichtes Unterdach sicher und somit preiswert ausführen. Der Tondachziegel wird sogar als interessante Alternative zum Flachdach gesehen, das bei kubistischen Entwürfen oft eingesetzt wird.

Technik aus einer Hand

Um Bauherren bei der Heiz- und Energietechnik einen technischen Service „aus einer Hand“ zu gewährleisten, wird jedes Haus ausschließlich mit Komponenten von Viessmann ausgerüstet: von der Photovoltaik, über den Lithium-Ionen Stromspeicher und die Wärmepumpe bis hin zur Wohnraum­lüftung mit Wärmerückgewinnung. Denn diese Komponenten müssen in ihrer Regelung und Steuerung miteinander kommunizieren, ganz im Sinne von Smart Home. Das wäre mit einem Komponenten-Mix verschiedener Hersteller kaum möglich. Mit einem Systemzertifikat des Heizungshersteller, das jeder Bauherr erhält, wird die ganzheitliche Gebäudeausstattung bestätigt.

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