Energieeffizienzlabel: Einordnung in verschiedene Klassen.

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Jüngst hat die Verbraucherzentrale NRW das neue EU-Energieeffizienzlabel für Heizungen als „für Verbraucher wenig hilfreich“ kritisiert. Dies bestätigen nun auch aktuelle Zahlen einer forsa-Umfrage im Auftrag der Initiative „Zukunft ERDGAS“. Demnach interpretieren die Verbraucher das Effizienzlabel höchst unterschiedlich. Tatsächlich werden – anders als bei Kühlschränken – verschiedene Gerätetypen pauschal in verschiedene Klassen eingeordnet, abhängig von der Einbindung erneuerbarer Energien und vom Wirkungsgrad der Technologie. Nicht berücksichtigt werden dabei Faktoren wie Betriebskosten und Klimabilanz.

Ein Beispiel: Eine Erdgas-Brennwertheizung mit Solarthermie erhält ab September das sehr gute Label A+, die Split-Elektrowärmepumpe das noch bessere Label A++. Doch eine vergleichende Modellrechnung des Instituts für technische Gebäudeausrüstung zeigt: Die Elektrowärmepumpe ist nicht nur teurer in der Anschaffung, sie bringt auch höhere Betriebskosten mit sich. Und sogar bei der Umweltbelastung schneidet die Kombination Erdgas und Solar besser ab.

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