Öfen und Kamine für einen schönen Feuer-Abend.

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Kamin von Brunner
Foto: Brunner

Im bestens gedämmten Neubau reicht schon wenig Heizleistung für ausreichend Wärme. Das schaffen moderne Öfen auf sehr effiziente Weise. Ganz nebenbei zeigen sie, wie schön Feuer inszeniert werden kann und sorgen für eine einzigartige Stimmung.

Der Ofenbauer oder Ofenfachhändler leistet kompetente Beratung, was die Modell- und Standortwahl, die Dimensionierung, eine fachgerechte Installation und Wartung betrifft. Von den Herstellern dürfen Bauherren eine mehrjährige Garantie auf das reibungslose Funktionieren und auf die Verfügbarkeit der Ersatzteile erwarten. Vor der Installation müssen Schornstein und Ofen für eine funktionierende Abgasführung aufeinander abgestimmt werden. Die Heizleistung muss zur Größe und zum Energiebedarf des Raumes passen. Nicht zuletzt müssen Ofen und Einrichtung zusammenpassen – die passende Wahl dürfte bei der angebotenen Modellvielfalt nicht schwerfallen.

„Asmara“ setzt mit feiner Struktur-Keramik und einer hohen, schlanken Form ein klares Statement. Der Feuerraum lässt sich von drei Seiten einsehen. In Häusern mit Lüftungsanlagen kann der Ofen unabhängig von der Raumluft angeschlossen werden. Foto: Hase
„Asmara“ setzt mit feiner Struktur-Keramik und einer hohen, schlanken Form ein klares Statement. Der Feuerraum lässt sich
von drei Seiten einsehen. In Häusern mit Lüftungsanlagen kann der Ofen unabhängig von der Raumluft angeschlossen werden. Foto: Hase

Wirkungsgerade

Einen deutlich höheren Wirkungsgrad als offene Kamine besitzen geschlossene Kamin- und Kachelöfen. Ein geschlossener Heizkamin mit einer Scheibe vor dem Feuerraum ist ein sinnvoller Kompromiss: Die Atmosphäre bleibt gewahrt und die Effektivität der Wärmequelle steigt enorm. Herzstück ist ein verschließbarer Heizeinsatz aus Gusseisen oder Stahl mit feuerfesten Keramikglastüren. Es gibt Modelle, die sowohl mit offenen als auch geschlossenen Türen betrieben werden können. Sehr beliebt sind frei stehende Kaminöfen. Sie werden am Stück ins Haus geliefert und müssen nur noch angeschlossen werden. Sie benötigen weder Sockel noch Fundament, nur einen nicht brennbaren Bodenbelag rund um die Feuerstätte. Bei Heizsystemen mit offenem Feuer gilt es, einige Sicherheitsbestimmungen zu beachten. Die Bodenplatte muss aus nicht entflammbarem Material bestehen und die ausreichende Versorgung mit Zuluft gewährleistet sein.

Hier verschmelzen Kaminofen mit Brennholz-Stauraumelement und Möbel zu einer Einheit und prägen damit innenarchitektonische Wohnszenen. Material: Nussbaum. Foto: Skantherm
Hier verschmelzen Kaminofen mit Brennholz-Stauraumelement und Möbel zu einer Einheit und prägen damit
innenarchitektonische Wohnszenen. Material: Nussbaum. Foto: Skantherm

Kachelöfen

Der Kachelofen wird vor Ort erstellt und kann als Einzelstück jedem Wohnstil angepasst werden. Er ist allerdings ein Schwergewicht und sollte deshalb nie auf einem schwimmenden Estrich oder einer Fußbodenheizung installiert werden. Bei den Kachelöfen gibt es zwei Bauarten: den Grundofen und den Warmluft-Kachelofen. Ersterer spendet reine Strahlungswärme. Die Hitze aus dem Feuerraum wird in einem ausgeklügelten Kanalsystem möglichst lange durch den gesamten Ofenkörper geleitet, damit sich die Speichermasse aus Schamotte erwärmen kann. Es dauert etwa zwei Stunden, bis der behäbige Grundofen seine volle Heizleistung erreicht. Danach gibt er die Wärme langsam und gleichmäßig an die Umgebung ab – auch noch Stunden nach Erlöschen des Feuers. Der Warmluft-Kachelofen, der sich äußerlich kaum vom Grundofen unterscheidet, heizt schneller. Durch Öffnungen im Sockelbereich gelangt Luft zwischen Feuerraum und Kachelmantel. Sie erwärmt sich dort, steigt auf und gelangt über Lüftungsgitter oder
-kacheln als Konvektionswärme zurück in den Wohnraum. Wird länger geheizt, gibt die Verkleidung zusätzlich Strahlungswärme ab. Über Warmluftkanäle lassen sich bei dieser Bauart auch benachbarte Räume mit beheizen.

Ein Feuer an einem kalten Wintertag, das flackernde Flammenspiel am Abend, dazu heißer Tee oder ein Glas Wein: Ein Kamin in den eigenen vier Wänden sperrt die winterliche Kälte aus und schafft eine wohltuende Atmosphäre. Foto: Hark
Ein Feuer an einem kalten Wintertag, das flackernde Flammenspiel am Abend, dazu heißer Tee oder ein Glas Wein: Ein Kamin in den eigenen vier Wänden sperrt die winterliche Kälte aus und schafft eine wohltuende Atmosphäre. Foto: Hark

Saubere Verbrennung

Neue Kamine erfüllen in der Regel jede Anforderung der Bundesimissionsschutzverordnung. Moderne Kaminöfen haben im Gegensatz zu alten Modellen einen sehr hohen Wirkungsgrad und gehen besonders sparsam mit dem Brennstoff Holz um. Neben dem Design ist folglich ein gutes Brandverhalten entscheidend, damit Behaglichkeit in den eigenen vier Wänden entsteht. Der Ofen sollte wenig Holz verbrauchen, viel Wärme bereitstellen und gleichzeitig die Umwelt schonen. Ofen-Hersteller Hark beispielsweise rüstet dazu den Feuerraum oben mit einem Filter aus Keramik aus, der dem entstehenden Rauch den umweltschädlichen Feinstaub entzieht. Nebenbei verlangsamt sich dadurch die Brandgeschwindigkeit und es wird mehr Wärme in den Raum abgestrahlt. Bei anderen Herstellern finden sich Tiefenfilter aus Schaumkeramik, die dafür sorgen sollen, dass die Rußpartikel fast rückstandslos verbrennen.

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