Mit Nassraumplatten neu eingekleidet.

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Spezielle Nassraumplatten ermöglichen den Ausbau heute problemlos und sicher.
Foto: Fermacell

Der Trockenbau ist auch im Bad nicht mehr weg ­zudenken. Spezielle Nassraumplatten ermöglichen den Ausbau heute problemlos und sicher – wie unser Beispiel einer abgehängten Decke zeigt.

Ein Lichtspiegel am Waschtisch wurde für gutes Schminklicht installiert.
Ein Lichtspiegel am Waschtisch wurde für gutes Schminklicht installiert, dennoch helfen die Deckenspots bei der Ausleuchtung des Waschplatzes, sobald das Tageslicht verschwindet. Foto: Fermacell

Vor einigen Jahren hat Fermacell Nassraum­platten namens „Powerpanel H2O“ auf den Markt ­gebracht, die später durch das Fußbodenelement ­„Powerpanel TE“ ergänzt wurde. Seitdem ist der Trockenbau weiter auf dem Vormarsch und wird auch für den Ausbau von Nassräumen zur Methode der Wahl. Die beidseitig mit einem alkaliresistent beschichteten Glasfaser­gewebe armierten Leichtbeton-Platten mit Sandwichstruktur wurden speziell für Wand-, Decken- und ­Bodenkonstruktionen in Nassräumen mit dauerhafter und hoher Feuchtigkeit entwickelt. Für die ­ Ver­ar­beitung gibt es die sogenannte „Ein-Mann-Platte“ im Format 1,50 m x 1,00 m mit einer Dicke von 10 mm. Das Maß ist praktisch und lässt sich gut transportieren und von nur „einem Mann“ auch verarbeiten. Eine Platte quer und eine hoch ergeben die normale Raum­höhe. Sie ist auch in den Stärken 12,5 mm, 15 mm und 18 mm lieferbar.

Licht in der Dusche – keine schlechte Idee.
Licht in der Dusche – keine schlechte Idee. Gerade da, wo man mit Wasser in den Augen nach dem Duschgel angelt, ist die in die Decke eingelassene Beleuchtung eine große Hilfe. Das angestrahlte Wasser sieht dazu noch magisch aus. Foto: Fermacell

Imprägnierte Platten

Die Verarbeitung von speziellen zementgebundenen Nassraumplatten im häuslichen Bereich ist nicht nötig. Private Bäder werden nur zeitweise und kurzfristig mit Spritzwasser gering beziehungsweise mäßig beansprucht. Daher muss auch nicht jede Fläche, die eventuell vorübergehend mit etwas Wasser in Berührung kommt, mit zementgebundenen Platten ausgeführt werden. Fermacell Gipsfaser-Platten sind hier das geeignete Material, denn sie sind werkseitig gegen Feuchtigkeit imprägniert. Kommen Gipsfaser-Platten direkt mit Wasser in Berührung, müssen sie ganzflächig mit einer ge­eig­neten Abdichtung, beispielsweise mit dem Fermacell Abdichtungssystem, ­beschichtet werden. Dies ist jedoch im vorliegenden Fall beim Einbau einer abgehängten ­Decke nicht nötig. Gipsfaser-Platten bestehen aus Gips und Papierfasern, die in einem Recyclingverfahren aus Papier gewonnen werden. Diese beiden natürlichen Rohstoffe werden gemischt und nach Zugabe von Wasser – ohne weitere Bindemittel – unter hohem Druck zu stabilen Platten gepresst. Durch Wasser reagiert der Gips, durchdringt und umhüllt die Fasern. Das bewirkt die­ ­hohe Stabilität und Nichtbrennbarkeit.

Runde Spots sind im gesamten Raum verteilt worden.
Runde Spots sind im gesamten Raum verteilt worden, sodass keine Ecke im Dunkeln bleibt – Sicherheit mit schicker Optik! Foto: Fermacell

Und so wird es gemacht

1. Für die Befestigung der Platten wurde eine Holzunterkonstruktion angebracht. Ein Vorteil der eingesetzten Gipsfaserplatten ist, dass diese bis an die Kante (ca. 10 mm) geschraubt oder geklammert werden können – ohne auszubrechen.

Für die Befestigung der Platten wurde eine Holzunterkonstruktion angebracht.
Foto: Fermacell

2. Die Ab- und Zuschnitte sollten mit einem Meterstab bzw. Zollstock und Bleistift markiert werden. An den vorgezeichneten Markierungen wird dann eine Holz- oder Metallschiene angelegt. Anschließend mit dem Plattenreißer die Platte anritzen.

An den vorgezeichneten Markierungen wird eine Holz- oder Metallschiene angelegt. Anschließend mit dem Plattenreißer die Platte anritzen.
Foto: Fermacell

3. Die vorgeritzte Linie wird über eine Kante hinweg gebrochen. Eine Bearbeitung der Kanten ist nur erforderlich, wenn die Kanten als Außenecken oder Sichtkanten fungieren. Eine Bruchkante beeinträchtigt die Verarbeitung bei Spachtelfugen nicht.

Die vorgeritzte Linie wird über eine Kante hinweg gebrochen.
Foto: Fermacell

4. Befestigt werden die Platten mit Schnellbauschrauben (Fermacell) direkt in der Unterkonstruktion – ohne vorzubohren. Befestigung mit Bohrschraubern (Drehzahl mind. 4.000 U/min), Bohrmaschinen mit Schraubvorsätzen oder Klammergeräten.

Befestigt werden die Platten mit Schnellbauschrauben.
Foto: Fermacell

5. Das Licht im Bad sollte man genau planen. Die Leuchtenöffnungen werden mit einem Lochfräser erstellt. Die Elektroleitungen kann man im Deckenhohlraum oberhalb der Unterkonstruktion selbst verlegen. Den Anschluss sollte ein Fachmann ausführen.

Das Licht im Bad sollte man genau planen.
Foto: Fermacell

6. Für die Verklebung sollte man Fermacell-Fugenkleber oder Fermacell greenline verwenden. Dieser wird auf die Kanten aufgetragen. Anschließend nimmt man die zweite Platte und drückt diese dicht gegen die erste. Wichtig ist, …

Für die Verklebung sollte man Fermacell-Fugenkleber oder Fermacell greenline verwenden.
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7… dass beim Zusammenpressen der beiden Plattenkanten der Kleber die Fuge komplett füllt. Dies ist der Fall, wenn der Kleber auf der Fuge sichtbar ist. Achtung: Die maximale Breite der Fuge darf 1 mm nicht überschreiten.

dass beim Zusammenpressen der beiden Plattenkanten der Kleber die Fuge komplett füllt. Dies ist der Fall, wenn der Kleber auf der Fuge sichtbar ist.
Foto: Fermacell

8. Bei der weiteren Bearbeitung und Aushärtung sollten die Fugen nicht auf null zusammengedrückt werden. Gibt es eine Wohnung über dem Bad, könnte man aus Schallschutzgründen die Decke mit Federbügeln abhängen.

ei der weiteren Bearbeitung und Aushärtung sollten die Fugen nicht auf null zusammengedrückt werden.
Foto: Fermacell

9. Aufgrund der faserverstärkten homogenen Struktur lassen sich die Gipsfaserplatten problemlos be- und verarbeiten. Spezialwerkzeuge sind nicht erforderlich. Es können auch Fuchsschwanz oder Stich bzw. Handkreissägen eingesetzt werden.

Aufgrund der faserverstärkten homogenen Struktur lassen sich die Gipsfaserplatten problemlos be- und verarbeiten.
Foto: Fermacell

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