Tipps und Tricks einen kleinen Garten schön zu gestalten.

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kleinen Garten schön gestalten.
Foto: Gärtner von Eden

Wer wünscht ihn sich nicht? Einen kleinen Garten, in dem man laue Sommerabende in vollen Zügen genießen und gemütlich mit seinen Liebsten zusammensitzen kann. Dieses große Gartenglück kann sich selbst auf ein paar Quadratmetern Grund und Boden einstellen – vorausgesetzt er wurde richtig gestaltet. Worauf es dabei ankommt, verrät ein Experte.

Die Größe ist nicht entscheidend. Dieser Satz gilt für so manche Lebensbereiche, definitiv zutreffend ist er in Bezug auf den Wohlfühlcharakter eines Gartens. Der hängt wirklich ganz und gar nicht von der Größe des Grundstücks ab, sondern einzig und allein von dessen Gestaltung. Das ist auch gut so, sind doch die Gärten des 21ten Jahrhunderts bedingt durch Flächenmangel und hohe Grundstückspreise eher klein als groß. Der kleine Garten wird also immer mehr zur Norm. Diese Erfahrung macht auch Fredy Gastager, ein Gartengestalter aus Wuppertal. Zum Einzugsgebiet seines Betriebes gehören sowohl die Ballungszentren des Ruhrgebietes als auch der Großraum Düsseldorf, wo sich Häuser oft auf engstem Raum drängen. „Der typische Garten in einer Siedlung hat heute deutlich unter 100 Quadratmeter“, so der Experte.

kleiner altmodischer Gartentisch.
Foto: Gärtner von Eden

Aus gestalterischer Sicht ist das sicherlich eine Herausforderung, aber eine durchaus reizvolle Aufgabe.“ Und deren Erledigung sollte man am besten einem Profi überlassen, ist Fredy Gastager überzeugt. „Kleine Grundstücke verzeihen Ungenauigkeiten oder gar Fehler noch viel weniger als große“, so seine Begründung, „weil man alles einfach sofort sieht.“ Außerdem ist es auf kleinen Grundstücken unerlässlich, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und ganz und gar stilsicher zu planen.

Entscheidend für die richtige Gestaltung

Sind diese Voraussetzungen aber erfüllt, steht dem großen Gartenglück auch auf kleinstem Raum nichts im Wege. Fachleute gehen bei der Planung eines kleinen Gartens im Grundsatz nicht anders zu Werke als bei einem großen. „Bei kleinen Gärten gilt aber ganz besonders die Devise ‚Weniger ist mehr“, bringt es Gastager auf den Punkt.

Gartenbank
Foto: Gärtner von Eden

Wichtig ist, dem Auge bei aller Reduktion die Möglichkeit zum Wandern zu geben, also unterschiedliche Punkte zu bieten, zu denen der Blick schweifen kann, damit es nicht sofort die komplette Anlage erfasst und somit schnell Langeweile aufkommt. Neben diesem Grundsatz gibt es ein paar weitere Tricks, die dabei helfen, einen kleinen Garten optisch zu vergrößern. Die Gliederung der Gesamtfläche in unterschiedliche Bereiche, die Betonung von Sichtachsen, aber auch das Anbringen von Spiegeln sorgen optisch für mehr Größe.

Ungestörte Entspannung dank dem Sichtschutz

Eine wichtige Rolle in kleinen Gärten spielt das Thema Sichtschutz, da sie in der Regel wenig Abstand zum Nachbarn bieten. Zum Beispiel Hecken wirken weniger massig als blickdichte Zäune oder Mauern. Außerdem sorgen sie für optische Tiefe. Eine schöne Weiterentwicklung der Hecke ist die Pflanzung von Spalierbäumen an der Grundstücksgrenze. Denn diese verlängern den Sichtschutz nach oben, bleiben bei entsprechender Pflege schlank und sorgen für eine rundum grüne Kulisse. Auch beim Blick auf den Boden lässt sich gestalterisch für etwas optische Größe im kleinen Garten tun. Bei Bodenbelägen rät Fredy Gastager zu einem durchdachten Materialmix.

Ein Wechsel etwa zwischen Holz- und Kiesflächen unterstützt die Gliederung der Fläche. Allerdings sollte man sich auf wenige Materialien konzentrieren, damit das Grundstück nicht zu kleinteilig wird.“ Eine klare funktionale Zuordnung der einzelnen Materialen ist dabei ebenso gefragt wie eine stilsichere Auswahl, die zum Gesamtcharakter der Anlage passt. Bei Natur- oder Betonstein empfehlen sich großformatige Platten. Die sorgen für eine optische Vergrößerung.

Garten
Foto: Gärtner von Eden

Ideen für einen Garten ohne Rasen

Auf Rasen würde der Gartengestalter bei der Anlage eines kleinen Gartens allerdings eher verzichten. „Meist wäre die Rasenfläche so klein, dass sie weder ästhetisch noch funktional überzeugen könnte. Dann lieber zugunsten von mehr Großzügigkeit bei anderen Elementen ohne Rasen planen“. Das könnte zum Beispiel ein zweiter Sitzplatz sein. Der muss gar nicht groß sein, trägt aber maßgeblich dazu bei, den eigenen Garten noch spannender zu machen. Oder wie wäre es mit einem Wasserelement? Das lässt sich schon auf kleinstem Raum realisieren und stellt immer eine Bereicherung für einen Garten dar. Unverzichtbar ist auch eine gute Lichtplanung und das nicht nur aus Sicherheitsgründen. Mit gezielt platzierten Lichtquellen kann man kleinen Gärten bei Dunkelheit eine wunderbare Weite verleihen und sie richtig toll inszenieren.

 

Die richtige Bepflanzung für kleine Gärten

Bei der Pflanzenauswahl gelten erst einmal ganz allgemeine Regeln: Standortgegebenheiten und die Ansprüche der Pflanzen müssen zusammenpassen. Außerdem sollten nur Arten und Sorten zum Einsatz kommen, deren Größenentwicklung auch langfristig zu den Dimensionen des Grundstücks passt. Um zu verhindern, dass ein kleiner Garten überfrachtet wirkt, empfiehlt sich eine Beschränkung auf einige wenige Arten und ein klares Farbkonzept. Pflanzen mit heller Laub- und Blütenfarbe sorgen für eine freundliche Atmosphäre und können den Garten optisch vergrößern. Eher verzichten sollte man hingegen auf allzu dunkle, große Immergrüne, weil sie schnell erdrückend wirken können. Und: Beete müssen nicht immer zu ebener Erde liegen. Hochbeete erleichtern die Pflege und fungieren gleichzeitig als Gliederungselement. Ihre Ränder können außerdem als Sitzflächen genutzt werden, sodass sie gleich mehrere Funktionen übernehmen. Es zeigt sich: Ein schöner Garten ist keine Frage der Größe. Mit sorgfältiger Planung, gestalterischen Tricks und den richtigen Pflanzen lassen sich auch kleine Gärten optimal nutzen.

Infotipp für Regenwasser

Auch in kleinen Gärten muss die Bewässerung sichergestellt werden. Viele Hobbygärtner räumen dabei dem natürlichen Regenwasser den Vorrang ein. Das Sammeln kann in sehr dekorativen Gefäßen stattfinden, die Entnahme ist komfortabel und einfach. So spricht beispielsweise das „Graf Barrica Regenfass“ Liebhaber des rustikalen Stils an. Mit 260 Liter Fassungsvermögen nimmt es Form und Optik eines Holz-Weinfasses auf. Praktisch ist der abnehmbare Deckel zur Entnahme des Gießwassers mit Eimer oder Gießkanne. Eine Kindersicherung am Deckel schützt vor Unfällen. Das Fass wird mit einem zusätzlichen Komfortanschluss für ein passendes Schlauchset oder zur Restentleerung vor der Frostperiode angeboten.

Mit 260 Liter Fassungsvermögen nimmt es Form und Optik eines Holz-Weinfasses auf.
Foto: Otto Graf

Regenwasser Wandtanks sind für die besonders platzsparende Aufstellung an der Hauswand konzipiert. Sie speichern viel Regenwasser auf vergleichsweise geringer Stellfläche. Der „Graf Wandtank Rocky“ mit täuschend echter Natursteinoptik kann gleichzeitig als Podest für Topfpflanzen oder ein kleines Kräutergärtchen dienen und speichert bis zu 400 Liter Regenwasser. Die Entnahme erfolgt ganz problemlos über einen Auslaufhahn, der einfach in das integrierte Messinggewinde geschraubt wird. Und für Designliebhaber: Je mehr Licht auf das Wellendesign der Regentonne „Natura 2in1“ fällt, desto mehr kommt die Schönheit zur Geltung. Der aus hochwertigem Kunststoff hergestellte Behälter ist UV-stabil und witterungsbeständig. Die zurückhaltende Farbgebung harmoniert mit der klaren Formensprache des 1,50 m hohen Speichers. Ein großes Speichervolumen von 350 l bei einem geringen Platzbedarf macht der klassischen Regentonne Konkurrenz. Der Behälter speichert aber nicht nur Regenwasser, sondern kann zudem mit einer Pflanzschale völlig individuell gestaltet werden.

Der „Graf Wandtank Rocky“ mit täuschend echter Natursteinoptik.
Foto: Otto Graf

Der Experte in Sachen Gestaltung

Experte Fredy G.
Foto: Gärtner von Eden

Fredy Gastager ist Gartengestalter. Mit seinem Garten- und Landschaftsbaubetrieb Wildwuchs in Wuppertal gehört er seit über zehn Jahren zu den Gärtnern von Eden. In dieser Genossenschaft haben sich rund 60 Gartengestalter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammengefunden. Sie verbindet eine besondere Expertise bei der Planung, Anlage und Pflege individueller Privatgärten – und das ganz unabhängig von deren Größe.

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