Das Würfelspiel: Wohnen in Hanglage.

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Wohnen in Hanglage
Foto: Fingerhaus

Der Bauplatz war längst gefunden, der Vertrag für den Hausbau unterschrieben. Doch als die Wellmanns loslegen wollten, stand plötzlich alles still. Der Verkäufer des Grundstücks lag im Krankenhaus und der Kauf damit auf Eis. Erst Monate später war alles unter Dach und Fach, und das Haus am Hang konnte endlich gestellt werden. Dafür wohnt es sich jetzt darin umso schöner.

Auf den ersten Blick erinnert es an schneeweiße Bauklötze mit Fenstern, die ein begeistertes Kind an einem Hang übereinandergestapelt hat. Unten fahren die Autos in die große Garage, oben wohnen die Menschen. Nur das spitze Satteldach unterbricht das geradlinige und rechtwinkelige Bild. „Ursprünglich wollten wir einen ebenerdigen Würfel bauen, komplett barrierefrei“, erzählt Anne Wellmann. Doch das dafür passende Grundstück war in der Main-Franken-Region einfach nicht zu finden – zumindest nicht bezahlbar. Und so mussten Anne und ihr Mann Christian auf ein Hanggrundstück ausweichen und sich auf einen Alltag mit Treppen einstellen. Kein Problem: Heute wohnt die vierköpfige Familie auf drei Etagen und 208 Quadratmetern in traumhafter Südlage.

Küche und Essbereich gehen offen ineinander über.
Küche und Essbereich gehen offen ineinander über, lediglich ein dezenter Wechsel im Bodenbelag grenzt die räumlichen Funktionen gegeneinander ab. Foto: Fingerhaus

Familienzentrum

Der überwiegend weiß gestrichene Wohn-Ess-Bereich mit offener Küche ist von früh bis spät wunderbar hell, die großen Fenster und Schiebetüren lassen viel Sonne herein – ein herrlicher Lebensmittelpunkt. Dass hier auf dem schicken Designboden so wenig Spielzeug herumliegt, verwundert zunächst, sind doch die beiden Kinder erst zwei und fünf Jahre alt.

Hoch liegende Fensterbänder im Wohnbereich ermöglichen einen gemütlichen Rückzugsort.
Hoch liegende Fensterbänder im Wohnbereich ermöglichen einen gemütlichen Rückzugsort mit Sofa, hell und doch
nicht wie auf dem „Präsentierteller“. Foto: Fingerhaus

Ein paar Schritte um die Ecke erklären den Verbleib von Autos, Puppen und Spielküche: Hier am Ende des Flures neben dem kleinen Duschbad, wo eigentlich ein Büro vorgesehen war, haben Paul und Marie ihr kunterbuntes Spielzimmer. „Da kann ich sie prima im Blick behalten“, sagt Anne Wellmann. Das ist auch einer der Gründe, warum die gelernte Krankenschwester den Hauswirtschaftsraum mit Waschmaschine und Trockner auf jeden Fall im Erdgeschoss haben wollte und nicht im Keller.

Attraktive Nutzungsmöglichkeiten im Untergeschoss.
Natürlich sind mit einer Hanglage Treppen verbunden, andererseits ergeben sich attraktive Nutzungsmöglichkeiten
im Untergeschoss. Foto: Fingerhaus

Flexible Nutzung

Das Dachgeschoss ist dann wieder allen Familienmitgliedern gewidmet. Hier gibt es vier nahezu gleich große Zimmer mit jeweils ungefähr zwölf Quadratmetern, die sich beliebig nutzen lassen. Derzeit ist das eine, nach Norden ausgerichtete, als Kinderschlafzimmer vorgesehen. Die drei nach Süden gelegenen Räume dienen als Elternschlafzimmer, Büro und Gästezimmer. „Letzteres soll aber mal Marie bekommen, wenn sie zur Schule geht“, erklärt Anne Wellmann die bald bevorstehende Umräumaktion. Das Wellnessbad hat XXL-Format, mit stattlicher Wanne, bodengleicher Walk-in-Dusche und Doppelwaschtisch. „Das fanden wir besser als die ursprünglich vorgesehenen zwei kleinen Bäder“, sagt die Hausherrin. Für die Kinder gibt’s auch später noch alternativ das Duschbad im Erdgeschoss.

Dank Kniestock passt die große Badewanne locker unter die Schräge.
Dank Kniestock passt die große Badewanne locker unter die Schräge. Aus praktischen Gründen befindet sich die Waschküche im Erdgeschoss. Foto: Fingerhaus

Ende gut, alles gut

Der Kontakt zu FingerHaus entstand durch Zufall. Als die Wellmanns die ersten Grundstücke inspizierten und ihren Traum vom Eigenheim in die Tat umsetzen wollten, beauftragten sie zunächst einen freien Architekten mit der Planung. Doch ihre Ideen erwiesen sich als teuer. Über verschiedene Zeitschriften stießen sie dann auf sehr schöne Fertighäuser mit kalkulierbaren Preisen.

Das Schlafzimmer
Foto: Fingerhaus

Als Bekannte so ein Haus bauten und sie ein Musterhaus nach ihrem Geschmack sahen – in Hanglage und Würfelform, mit Erkern und geraden Linien – stand der Entschluss fest: „Wir wollen auch ein Fertighaus!“ Ein Besuch bei FingerHaus in Frankenberg führte schnell zu einer ersten Zeichnung durch einen Architekten. Der Entwurf kam gut an. Schließlich unterschrieben die Wellmanns den Werkvertrag, mussten aber um das anvisierte Grundstück noch eine Weile zittern. Denn als das bestellte Bodengutachten endlich grünes Licht gab, erlitt der Verkäufer des Baugrunds einen Unfall, und die Vertragsverhandlungen verzögerten sich um Monate. Doch danach ging es umso schneller: Stelltermin durch FingerHaus war im Mai, im August zog die Familie in ihr neues Zuhause ein.

Wohnen in Hanglage
Foto: Fingerhaus

BAUTAFEL

Hausbezeichnung: Frei geplantes Kundenhaus
Bauweise: Holzrahmenkonstruktion in Großtafelbauweise, Mineralwolledämmung
U-Wert der Thermo+-Außenwände: 0,147 W/(m²K)
Dach: Satteldach 38°, Kniestock 130 cm, Flachdachgaube
Fassade: Putz
Abmessungen: 11,25 m x 11,10 m
Wohnfläche: EG 88,91 m², DG 74,09m²
Haustechnik: Luft/Wasser-Wärmepumpe, Fußbodenheizung, HomeWay-Anlage
Jahresprimärenergiebedarf: 52,3 kWh/(m²a)
Hersteller: FingerHaus GmbH

Grundriss
links: EG rechts: OG Foto: Fingerhaus