Mehrgenerationenhäuser wieder gefragt.

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Mehrgenerationenhaus im Bauhausstil
Mehrgenerationenhäuser in Holz-Fertigbauweise sind bei umweltbewussten Bauherren gefragt. Foto: WeberHaus

Mit Oma und Opa unter einem Dach: Mehrgenerationenhäuser aus Holz sind ein zukunftssicheres Zuhause für die ganze Familie.

Angesichts knapper und teurer Grundstücke kehrt das Wohnen mehrerer Generationen unter einem Dach zurück: „Nach Jahrzehnten mit immer mehr Single-Wohnungen, zunehmender Urbanisierung und Individualisierung planen wieder mehr private Bauherren ein Eigenheim am Stadtrand oder im Grünen als generationenübergreifende Lösung“, weiß der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) zu berichten.


Hier finden Sie weitere Mehrgenerationenhäuser:


Alle unter einem Dach: Viele Vorteile

Es gibt bewährte Konzepte für das Mehrgenerationenwohnen, die von Bauherren individuell geplant und zukunftssicher realisiert werden – sei es als Doppelhaus, Einfamilienhaus mit barrierefreier Einliegerwohnung oder als WG mit gemeinsamer Küche.

Früher kam es häufig vor, dass mehrere Generationen zusammen in einem Haus lebten. Der Vorteil: Jüngere und ältere Familienmitglieder können sich gegenseitig im Alltag unterstützen. Es ist in der Regel immer jemand für die Kinder da, wenn die Eltern arbeiten. Die Großeltern wiederum können bei allem unterstützt werden, was mit zunehmendem Alter schwerfällt. Auch Hausarbeit und Gartengestaltung können bestenfalls aufgeteilt werden.

Mehrgenerationenhaus aus Holz mit Garten
Dank individueller Hausplanung können sich alle Generationen dauerhaft unter einem Dach wohlfühlen. Foto: Sonnleitner Holzbauwerke

Hausbaukosten teilen

Angesichts der vielen Vorzüge wohnen heute Eltern, Kinder und Großeltern immer öfter in einem Mehrgenerationenhaus. Ein weiterer Vorteil: Sogar die Abwicklung des Bauvorhabens kann gemeinsam gestemmt werden. Damit lassen sich die Hausbaukosten aufteilen.

„Ein Mehrgenerationenhaus ist also eine Lösung für ein zukunftssicheres Eigenheim, dessen Bau- und Grundstückskosten auf mehreren Schultern verteilt werden können“, betont Fabian Tews, Pressesprecher des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau.

Mitunter braucht es nicht einmal ein neues Baugrundstück und damit auch keinen ganz neuen Lebensmittelpunkt. Etwa wenn ein stark sanierungsbedürftiger, bereits in Familienbesitz befindlicher Altbau durch ein bedarfsgerechtes Mehrgenerationenhaus in nachhaltiger Holz-Fertigbauweise ersetzt wird.

Auch Um- und Anbauten mit Fertigbauteilen oder ganzen Wohnmodulen aus Holz können je nach Bestandsgebäude Sinn machen, um ein Einfamilienhaus zu erweitern, das für die Großeltern zu groß geworden, aber für drei Generationen noch nicht groß genug ist.

Aussenansicht des Mehrgenerationenhauses
Die bodentiefen Fenster lassen viel Licht in das Hausinnere dieses Mehrgenerationenhauses. Foto: Rubner Haus/Alberto Franceschi

Generationengerechte Hausplanung

Wichtig bei einem Mehrgenerationenhaus ist, dass sich alle Parteien mal zurückziehen und gemütlich für sich sein können. „Daher geht es nicht ohne individuelle Hausplanung, in die jede und jeder zukünftige Bewohner – von Oma und Opa bis zum Kleinkind und dem Haustier – einbezogen sein sollte“, so BDF-Sprecher Fabian Tews.

Neben den individuellen Anforderungen der Baufamilie sind bei der Planung eines Mehrgenerationenhauses mit gut und gerne 300 bis 500 Quadratmetern Wohnfläche auch etwaige Vorgaben auf dem Baugrundstück aus dem Bebauungsplan zu berücksichtigen. Kriterien können beispielsweise die maximale Anzahl der Vollgeschosse, die Grundflächenzahl und die Geschossflächenzahl sein.

Beim Holz-Fertigbau achtet der Haushersteller mit darauf, dass diese Vorgaben eingehalten werden. Weitere Vorteile eines Mehrgenerationen-Fertighauses sind die auf Wunsch schlüsselfertige Bauausführung und vor allem die hohe Energieeffizienz der industriell vorgefertigten Häuser.

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