Aussenansicht des Mehrgenerationenhauses
Die bodentiefen Fenster lassen viel Licht in das Hausinnere. Foto: Rubner Haus/Alberto Franceschi

Wenn drei Generationen in einem Holzhaus vereint werden sollen, muss bei der Planung einiges berücksichtigt werden. Rubner Haus hat den perfekten Mix aus privaten und gemeinsamen Bereichen geschafft.

Die Aufgabe war schnell definiert: ein nachhaltiges Holzhaus für drei Generationen. Jedoch ist die Umsetzung dieser Aufgabe eine Herausforderung. Denn es müssen unterschiedliche Lebensstile in einem Mehrgenerationenhaus vereint werden. Zeitgleich soll das Gesamtkonzept in Zukunft flexibel bleiben. Optisch wirken die beiden Hausteile wie aus einem Guss, da zwei miteinander verbundene Gebäude den Gesamtbaukörper ergeben.

Ähnliche Planung

Innen gibt es jedoch kleinere Anpassungen an die individuellen Wünsche der jeweiligen Bewohner. Im Erdgeschoss beider Hausteile befindet sich der Wohnbereich mit großer Glasfront, die Küche sowie ein Bad. Die bodentiefen Fenster ermöglichen in beiden Wohnräumen einen tollen Ausblick.

Im Obergeschoss unterscheidet sich die Raumaufteilung, da das junge Paar zwei Zimmer wollte. Die ältere Generation setzt jedoch auf einen großen, durchgehenden Schlafraum. Eine Vollholztreppe verbindet in beiden Fällen Unter- mit Obergeschoss. Als verbindendes Element wurde ein massiver Holzbalken als sichtbare Querverstrebung eingesetzt.

Ess- und Kochbereich mit Holztreppe
Die Holzbalken sind nicht nur aus statischer Sicht wichtig, sondern akzentuieren auch die Decke. Foto: Rubner Haus/Alberto Franceschi

Am Hang gebaut

Neben der Umsetzung des Holzhauses, sorgte auch der Baugrund für eine Herausforderung: Das steile Gelände musste erst geebnet und mit Findlingen abgestützt werden. Dafür bietet der sonnige Hang in der Bergwelt Südtirols eine beeindruckende Aussicht in das Tal und den entfernten Ortskern Sarntheins. Bodentiefe Fenster sowie die offene Terrasse überzeugen innen wie außen mit einem beeindruckenden Panorama.


Hanghaus: Beispiele, Tipps und Ideen rund ums Bauen am Hang.


 

Hang mit dem Mehrgenerationenhaus aus Holz
Neben viel Sonne bietet der Hang vor allem eins: eine beeindruckende Aussicht. Foto: Rubner Haus/Alberto Franceschi

Wohngesundes Holzhaus

Da die Baufamilie ein nachhaltiges und wohngesundes Haus wollte, wurde Holz als Baumaterial gewählt. Entsprechend wurde es sichtbar verbaut und nicht hinter einem Außenputz versteckt. Auch in den Innenräumen sind die Holzwände sichtbar und massive Holzbalken zieren die Räume.

Innen sorgt das offenporige Holz für einen natürlichen Ausgleich der Feuchtigkeit und ein angenehmes Raumklima. Die bewusste Entscheidung für die stärkere Ausführung des Blockhaus-Wandsystems soll auch nach außen zeigen, dass es sich um ein nachhaltiges und wohngesundes Holzhaus handelt.

Wohnraum und Vollholztreppe
Das offenporige Holz sorgt für ein hervorragendes Wohnklima und eine natürliche Optik. Foto: Rubner Haus/Alberto Franceschi

KlimaHaus A Nature

KlimaHaus A ist ein Südtiroler Qualitätssiegel, das Energieeffizienz, Auswirkungen auf die Umwelt, Gesundheit und Wohlbefinden der Bewohner bewertet. Dabei wird eine transparente und nachvollziehbare Bewertung der Nachhaltigkeit von Baumaterialien- und systemen durchgeführt. Weitere wichtige Kriterien sind Wassermanagement, Raumklima, Innenluft, die Nutzung des Tageslichts, Akkustik und der Schutz vor Radon. Dadurch haben die Bauherren auch einen schriftlichen Nachweis über ihr wohngesundes Holzhaus.

Zahlen und Fakten:

  • Fertigstellung: 2019
  • Bauzeit: 3,5 Monate
  • pro Haus: 112 m2 Wohnfläche EG + 41 m2 Wohnfläche OG
  • Planung: Mair Geom. Alois & Unterweger Geom. Jakob
  • Holzbau: Rubner Haus
  • Klimastandard: KlimaHaus A Nature

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