Von Alt- zu Neubau: Der gelungene Umstieg.

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Haus mit runder Ecke.
Foto: Engler

Wenn Altbauliebhaber sich fürs Wohnen in einem Neubau entscheiden, muss dieser auf jeden Fall Charakter zeigen. Das tut das Haus von Familie Deckert. Aber auch energetisch und finanziell hat das Projekt nur Vorteile – rundum gelungen eben.

Zwei Jahre lang war die Familie, die es aus beruflichen Gründen von der Bayernmetropole in die Hauptstadt verschlagen hat, auf der Suche nach einem neuen Zuhause. „In München“, erzählt Anna Deckert, „haben wir in einer Gründerzeitvilla mit viel Flair gewohnt. So etwas haben wir wieder gesucht: Ein schönes altes Haus, das wir selbst instand setzen.“ Per Zufall erfuhren die Deckerts, dass ein ehemaliges Garagengrundstück aus Bundesbesitz im Bieterverfahren versteigert werden sollte. „Eigentlich gibt es in dieser Gegend keine Grundstücke“, sagt Sven Deckert, „wir haben daher nicht gezögert und sofort unser Angebot abgegeben.“ Mit Erfolg: Die Neu-Berliner erhielten den Zuschlag. Drei Monate standen ihnen anschließend zur Verfügung, um den Kauf beim Notar perfekt zu machen. Eine Zeitspanne, die Anna und Sven Deckert gut nutzten, um über die optimale Bebauung des 540 m² großen Grundstücks nachzudenken.

Foto: Engler
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Strategisch sparen

Unterschiedliche Modelle verschiedener Hausanbieter wurden diskutiert und wieder verworfen. „Uns war schnell klar“, so Sven Deckert, „dass wir einen Architekten benötigen, der mit einem dreieckigen Grundstück und den komplizierten Geländebedingungen umgehen und der mit dem Bauamt die notwendigen Verhandlungen führen kann.“ Parallel dazu informierte er sich über Baustoffe.

Die Treppe führt nicht nur schwungvoll nach oben, sondern sitzt auch in der abgerundeten Hausecke.
Die Treppe führt nicht nur schwungvoll nach oben, sondern sitzt auch in der abgerundeten Hausecke, was dem Neubau eine charmant-eigenwillige Note verleiht. Foto: Engler

Weil sie auf eine Außendämmung verzichten wollten, konzentrierte er sich vor allem darauf, ein Material zu finden, das eine gute Wärmedämmung bietet und voll massiv ist. Mit Porenbeton fand die Familie schließlich, was sie suchte. „Schon bei einer Wanddicke von 36,5 cm“, hat sich Sven Deckert informiert, „können einschalige Wandkonstruktionen gebaut werden, die dem Energiestandard eines KfW-Effizienzhauses 55 entsprechen.“ „Man muss nicht besonders gut rechnen können“, stellt Deckert fest, „um zu erkennen, dass man so sehr einfach viel Geld sparen kann. Zunächst, weil wir bei den hoch wärmedämmenden Steinen keine Wärmedämmung auf den Außenwänden anbringen mussten. Damit entfielen zusätzliche Arbeits- und Materialkosten. Und später dann durch geringen Energieverbrauch.“

Foto: Engler
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Ohne Eigenleistung

Als Anna und Sven Deckert dann im Rahmen ihrer Recherchen auf den Architekten Florian Spieß, Geschäftsführer der Scanplan GmbH, einem regionalen Partner von Ytong Bausatzhaus, stießen, war die Sache schnell klar. Deckerts unterzeichneten einen Vertrag für ein Ausbauhaus. Diplom-Ingenieur Florian Spieß sollte es nach ihren Vorstellungen planen und dabei das Optimum aus dem schwierigen Grundstück herausholen und den Rohbau bis zur Fertigstellung begleiten.

Tageslicht satt, von allen Seiten – das ermöglichen die großflächigen Verglasungen des Neubaus.
Tageslicht satt, von allen Seiten – das ermöglichen die großflächigen Verglasungen des Neubaus. Allzu neugierige Einblicke verhindern Sichtschutz und Hecke. Foto: Engler

Ein zweiter Vertrag regelte den Innenausbau bis zur schlüsselfertigen Übergabe. „Mir fehlte einfach die Zeit, selbst zu bauen“, erklärt Sven Deckert, der in verantwortlicher Position für Vertrieb und Marketing tätig ist, „so hatte ich die Gewissheit, dass unser Haus vom ersten Spatenstich bis zur Fertigstellung vernünftig gebaut wird. Keller, Dach, Fenster und Fassade – alles aus einem Guss, das war mir wichtig.“ Grundsätzlich ist die Abwicklung aller notwendigen Formalitäten rund ums Bauen im Lieferund Leistungsumfang des Ytong Bausatzhaus- Partners enthalten. Vom ersten Beratungsgespräch bis zur Fertigstellung haben die Bauherren nur einen einzigen Ansprechpartner. Er plant das Haus nach den persönlichen Vorstellungen der Baufamilien, übernimmt das gesamte Baugenehmigungsverfahren inklusive der Beschaffung des amtlichen Lageplans für den Bauantrag und der gesamten Bauantragsplanung, kümmert sich um die statischen Berechnungen, legt die Ausstattungsdetails präzise fest und koordiniert die einzelnen Gewerke und den gesamten Bauablauf bis zur Fertigstellung des glasdichten Rohbaus.

Foto: Engler
Foto: Engler

Die Abgabe einer Festpreis- Garantie gibt den Bauleuten vom ersten Tag an finanzielle Sicherheit. Im Erdgeschoss sind die Küche sowie ein großer Wohn-Ess-Bereich mit Südterrasse untergebracht, außerdem ein kleines Computer-Zimmer. In der oberen Etage befinden sich das Bad – nicht übermäßig groß, aber ausreichend proportioniert für die Bedürfnisse einer vierköpfigen Familie – sowie das Elternschlafzimmer und die beiden etwa gleich großen Kinderzimmer. Im Keller stehen zusätzlich zwei Räume und ein voll ausgestattetes Bad für Gäste bereit. Außerdem ist hier die Haustechnik untergebracht. Mit dem Bau des Kellers machten sich die Deckerts die bauphysikalischen Eigenschaften von Porenbeton zunutze, der für ein angenehmes und gesundes Raumklima sorgt. Damit wird, ähnlich wie beim ausgebauten Dach, aus dem Untergeschoss eine voll – wertige Etage.

Die sachliche Geradlinigkeit des Baukörpers kontrastiert eine warme und gemütliche Einrichtung mit viel Holz sowie einen dezenten Landhausstil.
Die sachliche Geradlinigkeit des Baukörpers kontrastiert eine warme und gemütliche Einrichtung mit viel Holz sowie einen dezenten Landhausstil. Foto: Engler

Kurze Bauzeit

Bereits sechs Wochen nach der Grundsteinlegung war der Rohbau fertig. Dabei profitierten die Deckerts von einem Bausystem, dessen Einzelkomponenten genau aufeinander abgestimmt sind und das sich so schnell und einfach verarbeiten ließ. Der Einsatz von Deckenelementen unterstützte den schnellen Baufortschritt zusätzlich. Schon am Tag nach dem Einbringen der Decke konnte weitergearbeitet werden. Das Gleiche galt für die für die Montage des Massivdachs: „Nach nur einem Tag war das Dach zu“, lobt Sven Deckert und freut sich über die richtige Entscheidung, die ihm dank schneller Baufortschritte, optimaler Logistik und effizientem Personal- und Materialeinsatz massive wirtschaftliche Vorteile brachte. In Kombination mit den Ytong-Wänden sorgt das massive Porenbeton-Dach gleichzeitig für ein Maximum an Wärmedämmung und bietet einen guten Schall- und Brandschutz. Hinzu kommt ein effektiver sommerlicher Wärmeschutz. Der massive Porenbeton fungiert dabei durch seine gute Speichermasse als Puffer, der dafür sorgt, dass im Sommer die Hitze draußen bleibt. Nach nur sechs Monaten konnten die Deckerts einziehen. „Insgesamt“, resümiert Sven Deckert, „haben wir relativ günstig gebaut und viel Haus bekommen“, und ergänzt: „Unsere monatlichen Belastungen für Zinsen und Tilgung liegen deutlich unter dem, was wir zuletzt für die gemietete 200 m² große Altbau-Doppelhaushälfte zahlen mussten.“ Auch die Heizkostenbilanz fällt positiv aus: Für das Haus mit seiner Wohn-Nutzfläche von rund 225 m² zahlen die Deckerts derzeit knapp 130 Euro im Monat.

Foto: Engler
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BAUTAFEL

Hausbezeichnung: Einfamilienhaus im Bauhausstil
Bauweise: massiv aus Ytong-Porenbeton 36,5 cm
Dach: Flachdach in Massivbauweise
Wohnfläche: 151,81 m2
Abmessungen: 12,85 m x 11,20 m
Haustechnik: Gas-Brennwertheizung, Solarthermie
Hersteller: Ytong Bausatzhaus GmbH

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