Panoramafenster als Design Fassade
Schüco bietet mit der "FWS 35 PD" eine Panorama Design Fassade der besonderen Art. Sie sorgt für lichtdurchflutete Räume und maximale Transparenz, da sie auch in Gebäudeeckbereichen ohne vertikale Pfostenprofile verwirklicht werden kann. Foto: Schüco

Große Glasflächen sind beliebter denn je. Nicht nur als Fensterlösung, sondern auch als bodentiefe „Glaswand“, die wahlweise zu öffnen ist oder als Festverglasung eingebaut werden kann.

Bei manchen Fenstern ist ein Öffnungsmechanismus nicht zwingend notwendig. Eine sogenannte Festverglasung ist hier die richtige Wahl. Sie kommt auch bei Panoramafenstern zum Einsatz.

Einen Großteil unseres Lebens verbringen wir in geschlossenen Räumen. Umso mehr ist in den letzten Jahren auch das Bedürfnis gestiegen, die Natur in unser Zuhause mit einzubinden, zum Beispiel über Panoramafenster. Deren Profile sind als 5- oder 6-fach-Kammer-System erhältlich und die Gläser können mit Holz, Kunststoff oder Aluminium kombiniert werden.

Zwei Systeme der Festverglasung

Panoramafenster als Festverglasung
Rund um Terrassentüren bietet sich eine Festverglasung an, da diese Fenster nicht geöffnet werden müssen. Das sorgt für besonders viel Tageslicht. Foto: Solarlux

Im Vergleich zu Dreh-Kipp- oder Schiebefenstern lassen sich festverglaste Fenster nicht öffnen, da sie keinen gängigen Flügel haben. Auf Festverglasungen setzt man in erster Linie bei Panoramafenstern, wo neben einem üppigen Lichteinfall eine bestmögliche Abdichtung gewünscht ist. Man unterscheidet zwei Arten:

  • Festverglasungen im Rahmen 
  • Festverglasungen im Flügel

Festverglasungen im Rahmen

Bei Ersteren sitzt die Scheibe ohne Öffnungsmechanismus direkt im Rahmen, wodurch auch außergewöhnliche Formate wie zum Beispiel ganz kleine und sehr große Fenster bis hin zu Panoramafenstern und komplett verglasten Fassaden möglich werden.

Festverglasungen im Flügel

Festverglaste Fenster im Flügel sehen auf den ersten Blick wie ein Dreh-Kipp-Fenster aus. Sie fügen sich ideal in das Gesamtbild mehrteiliger Fensterkombinationen mit unterschiedlichen Öffnungsmechanismen ein, weil sie keinen Beschlag oder Fenstergriff besitzen.

Generell sind beide Arten kostengünstig und zeichnen sich durch hervorragende Wärmedämmeigenschaften aus, da die Fläche des Fensterrahmens klein ist und, anders als bei ständig genutzten Öffnungsfenstern, keine luftdurchlässigen Spalten entstehen.

Wenn Sie für Ihre Festverglasung Sicherheitsglas verwenden, sind Sie auch in puncto Einbruchschutz bestens gerüstet.  

Ganzglasecken: Panoramafenster über Eck

Panoramafenster durch Festverglasung über Eck
Auch eine Ecke kann mit Hilfe von Festverglasungen zum Panoramafenster werden. Dabei gibt es jedoch einiges zu beachten. Foto: Josko

Besondere Sorgfalt ist notwendig beim Einbau einer Übereckverglasung: Hier darf keinesfalls länger Feuchtigkeit auf den Randverbund einwirken, genauso wenig wie UV-Strahlung oder mechanische Spannungen. Außerdem ist sicherzustellen, dass sich das anschließende Material, zum Beispiel der Dicht- oder Klebstoff, mit dem Glas verträgt.

Die Glaskonstruktion muss Klimalasten aus dem Scheibenzwischenraum, Eigengewicht, Winddruck und Windsoglasten standhalten. Hohe Anforderungen stellt dabei die Glasabdichtung solcher Panoramafenster über Eck.

Ganzglasecken bilden eine Wärmebrücke, da eine kleine Innenfläche einen Wärmestrom an eine viel größere Außenfläche abgibt und es durch die deutlich geringere Oberflächentemperatur zu Tauwasserbildung kommt. Abhilfe schaffen hier wärmetechnisch verbesserte Isolierglasabstandhalter.

Da solche Panoramafenster von der Fertigung, der Montage und der Bauphysik her äußerst komplex sind, ist eine sorgfältige Planung durch Spezialisten unerlässlich. 

Wärmedämmung und Lichtdurchlässigkeit bei Panoramafenstern

Festverglasung und Panoramafenster im ganzen Haus
Die großzügige Festverglasung wurde auch im Innenraum weitergeführt. So ersetzen Glasscheiben ganze Wände. Foto: Schüco

Bei der Planung von Panoramafenstern als Festverglasungen ebenfalls zu berücksichtigen sind die in jeder Jahreszeit unterschiedlichen Anforderungen, die an das Fenster gestellt werden: Im Winter soll es die Wärme im Haus halten und Licht ins Haus leiten, im Sommer Hitze und Helligkeit abschirmen.

Für eine gute Isolierung spricht ein möglichst niedriger U-Wert von höchstens 0,8 W/(m2K). Je besser allerdings die Wärmedämmung, umso niedriger der g-Wert, also der Gesamtenergiedurchlassgrad. Das bedeutet konkret, dass stark wärmegedämmte Fenster deutlich weniger Licht durchlassen.

Expertenmeinungen zufolge sollte der g-Wert bei Zweifach-Verglasungen mindestens 62 Prozent und bei Dreifach-Verglasungen mindestens 55 Prozent betragen. Andernfalls werden die durch die hochwärmegedämmten Verglasungen erzielten Energieeinsparungen durch einen geringen Lichteinfall und damit einen höheren Bedarf an künstlichem Licht wieder geschmälert.

Fenster und ihre Funktionen

Bungalow mit Glasfassade
Der Bungalow wurde einseitig auf ganzer Breite mit einer raumhohen Panoramaverglasung versehen. So können Bewohner den Blick aufs Meer genießen. Foto: Schüco

Fenster sorgen für Tageslicht und beleben das Wohnambiente durch Ausblicke. Mit der Anordnung der Fenster bzw. der Formate werden architektonische Akzente geschaffen. Ganz wichtig sind aber auch die Schutzfunktionen von Fenstern und insbesondere Fenstertüren: vom Wärmeschutz über den Schallschutz bis hin zum Einbruchschutz.

Unbedingt beachtet werden sollte bei allen großflächigen Fenstern die Sicherheit: Sicherheitsglas ist für raumhohe Verglasungen mittlerweile Pflicht, damit ins Glas stürzende Menschen nicht zu Schaden kommen.

Fensterrahmen passend zur Holzfassade
Die Rahmen der Panoramafenster wurden farblich passend zur Holzfassade gewählt. Foto: Schüco

Und auch gegen Stöße und Schläge von außen ist es resistent. Doch wichtiger als Ein-, Zwei- oder Dreifachverglasung sind für den Einbruchschutz mechanische Sicherungen wie abschließbare Fenstergriffe und ein stabiler wie fachgerechter Einbau.

Was das Raumklima und die Energiebilanz angeht, erfüllen Fenster hohe Ansprüche: Im Winter sollen sie die Wärme im Haus halten und Licht ins Haus leiten, im Sommer Hitze und Helligkeit abschirmen. Für eine gute Isolierung spricht ein möglichst niedriger U-Wert von höchstens 0,8 W/ (m2K).

Glasfassade aus Festverglasung
Raumhohe Verglasungen eröffnen einen uneingeschränkten Blick in die Natur, vor allem, wenn das Haus so traumhaft gelegen ist, wie dieses Privathaus in Lettland. Für die Verglasungen war die Firma Schüco verantwortlich. Foto: OUTOFBOX, Lettland/
Māris Ločmelis

Je besser allerdings die Wärmedämmung, umso niedriger der g-Wert, also der Gesamtenergiedurchlassgrad. Das bedeutet konkret, dass stark wärmegedämmte Fenster deutlich weniger Licht durchlassen. Expertenmeinungen zufolge sollte der g-Wert bei Zweifach-Verglasungen mindestens 62 Prozent und bei Dreifach-Verglasungen mindestens 55 Prozent betragen.

Andernfalls werden die durch die hochwärmegedämmten Verglasungen erzielten Energieeinsparungen durch einen geringen Lichteinfall und damit einen höheren Bedarf an künstlichem Licht wieder geschmälert.

Panoramafenster ohne Festverglasung

Panoramafenster mit Festverglasung und Schiebetür
Mit schlanken Rahmen besticht „FixFrame HS“. Sein Hebe-Schiebeflügel ist als High-End-Lösung mit bündigem Stufenglas oder mit fast bündigem Alurahmen erhältlich. Foto: Josko Fenster und Türen

Neben der sogenannten Festverglasung, also nicht zu öffnenden Fenstern, gibt es unterschiedlichste Formen raumhoher Verglasungen, die man in drei Kategorien gliedern kann: Schiebesysteme, Schiebe-Drehsysteme und Glas-Faltwände.

Schiebesysteme können sowohl nach rechts als auch nach links geöffnet werden und laufen, je nach Anzahl der Fenstertüren, ein-, zwei- oder dreispurig. Zahlreiche Hersteller realisieren bei den Schiebesystemen zudem Ecklösungen.

Panoramaverglasung als Glasfaltwand
Dank Glasfaltwand lässt sich die Panoramaverglasung auf ganzer Breite öffnen. Foto: Solarlux

Bei einem Schiebe-Drehsystem werden die einzelnen Glaselemente über eine Bodenschiene zur Seite geschoben und dann nach innen oder außen weggeklappt, sodass die Fassade in ganzer Breite geöffnet werden kann.

Ebenfalls ein volles Panorama ermöglicht die Glas-Faltwand, indem die einzelnen Glasflügel im Paket beiseitegeschoben werden, dank raffinierter Technik geräuscharm und mit geringem Kraftaufwand.

Stolperfallen vermeiden

Bungalow mit Panoramaverglasung und großer Terrasse
Die großen Panoramafenster bilden einen ebenerdigen Übergang zur Terrasse, sodass es keine gefährlichen Stolperfallen gibt. Foto: Schüco

Möglichst niedrige Schwellen bis hin zu komplett barrierefreien Übergängen erhöhen den Wohnkomfort. Die barrierefreie Türschwelle ermöglicht Ihnen, Ihren Kindern und Ihren Gästen das unbeschwerte Herein- und Heraustreten ohne eine lästige Stolperkante.

So einfach und praktisch, dass vor allem ältere Menschen, Menschen mit eingeschränkter Bewegungsfähigkeit, aber auch Kinder auf diesen Komfort nicht mehr verzichten möchten. Durch das Verlegen von äußeren Ablaufrinnen parallel zur Tür kann der Schutz gegen Feuchtigkeit ohne größeren Höhenunterschied zwischen äußerem und innerem Niveau erfüllt werden.

Panoramaverglasung übereck
Waren Fenster früher energetische Schwachstellen, so bieten heute ganze Wände aus Glas annähernd den gleichen Dämmstandard wie massive Außenwände – für ein behagliches Wohnraumklima. Foto: heroal

Der möglichst niveaugleiche Übergang von Wohnbereichen zu Dachterrassen, zum Balkon oder zur Loggia sind kritische, sorgsam zu detaillierende Konstruktionspunkte, da durch Witterungseinflüsse (Schlagregen, Schneesackbildung) sehr schnell Feuchtigkeitsschäden entstehen können.

Panoramafenster und Festverglasung Inspiration

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