Deutschland hat sich für eine nachhaltige Zukunft mit erneuerbaren Energien entschieden. Das hat weitreichende Konsequenzen für Neubauten, da schon im Jahr 2020 alle neu gebauten Häuser „Nahe-Null-Energiehäuser“ sein sollen. Mit diesem Musterhaus sind Bauherren bereits heute bestens aufgestellt.

Mit seinen klaren Linien, der zeitlos harmonischen Gebäudeform und dem modernen Fassadenmix aus Klinker und weißem Putz trifft dieses Musterhaus von Gussek genau den Geschmack anspruchsvoller Bauherren. Schon das Entrée wirkt repräsentativ und anheimelnd zugleich: Vom traufhohen, weiß verputzten Erker und dem sich seitlich anschließenden Vordach vor Wind und Wetter geschützt, lädt die Haustür im eleganten Weinrot zum Betreten des Hauses ein.

Raumangebot

Im Inneren des Hauses erwartet den Besucher eine geradlinige, moderne Raumaufteilung. Durch eine große Diele – von der rechts ein Gästezimmer abzweigt – gelangt man geradeaus in den über 60 Quadratmeter großen Koch-, Ess- und Wohnbereich, der durch pure Offenheit beeindruckt und L-förmig in einen hellen, vorgebauten Wintergarten mündet. Dessen seitlich verlängertes Pultdach bildet einen geschützten, schattigen Sitzplatz auf der schönen Holzveranda. Im firsthoch offenen Obergeschoss begeistert ein exklusiver Elterntrakt mit separater Ankleide und einem geräumigen Bad. Ein weiteres Duschbad steht dem Nachwuchs zur Verfügung, für den zwei gleich große Kinderzimmer vorgesehen wurden. Durch den 1,92 Meter hohen Drempel sind die fast 90 Quadratmeter im Dachgeschoss so gut wie ohne Einschränkungen nutzbar.

Das Wohnzimmer geht fließend in den Wintergarten über, wo sich die Familie eine licht - verwöhnte Relaxzone schaffen kann. Foto: Gusses
Das Wohnzimmer geht fließend in den Wintergarten über, wo sich die Familie eine lichtverwöhnte Relaxzone schaffen kann. Foto: Gussek

Eigenes Kraftwerk

Ein ganz normales, wenn auch ein besonders schickes und großzügiges Haus, mag der unbefangene Besucher denken – bis sein Blick von der Gartenseite aus nach oben auf die geneigte Dachfläche fällt. Die komplette nach Süden gerichtete Dachhälfte ist mit Solarstrom-Modulen bedeckt, 29 an der Zahl. Mit einer Leistung von 7,5 kW peak ist die Anlage auf einen jährlichen Energieüberschuss des Hauses ausgelegt. Weitere Module können optional auf dem Flachdach der rechteckigen Gaube montiert werden. Die Solarstromanlage allein macht allerdings noch kein Effizienz-Plus-Haus. Möglich wird das Plus erst durch den besonders niedrigen Energiebedarf des Hauses. Der jährliche Endenergiebedarf, die tatsächlich vor Ort benötigte Energiemenge, beträgt nur 18 kWh je Quadratmeter Nutzfläche. Das ist etwa die Energiemenge, die in 1,8 Litern Heizöl oder 1,8 Kubikmetern Erdgas steckt.

Die Galerie erschließt auf ungewöhnlich großzügige Weise die Räume im Obergeschoss. Raumhohe Einbauschränke in der Ankleide überzeugen durch ihr Fassungsvermögen. Foto: Gussek
Die Galerie erschließt auf ungewöhnlich großzügige Weise die Räume im Obergeschoss. Raumhohe Einbauschränke in der Ankleide überzeugen durch ihr Fassungsvermögen. Foto: Gussek

Hochwertige Außenwand

Der wichtigste Einflussfaktor für diesen extrem niedrigen Energiebedarf ist die hoch gedämmte, wärmebrückenoptimierte und dichte Gebäudehülle mit dreifach verglasten Fensterflächen. Sie sorgt dafür, dass die Wärme im Haus bleibt. Als größte Wärme übertragende Fläche hat dabei die Außenwand eine besondere Bedeutung – der das Haus mit seiner speziellen zweischaligen Wandkonstruktion in konsequenter Weise gerecht wird. Die innere Wandschale besteht aus einem massiven, im Querschnitt voll gedämmten Holzfachwerk und einer weiteren Dämmplatte. Dieser Aufbau wird durch eine zweite, äußere Wandschale vor Wind und Wetter geschützt – ganz in typisch norddeutscher Tradition. Bauherren haben die Wahl zwischen einem robusten Klinkermauerwerk, einer verputzten Wand aus Luftporensteinen und einer Vorhangfassade aus Holz oder witterungsbeständigen „Trespa“-Platten.

Sparsame Haustechnik

Auch die Wärmeverluste, die normalerweise durch die hygienisch notwendige Fensterlüftung entstehen, sind im Musterhaus kein Thema mehr. Ein zentrales Lüftungssystem sorgt automatisch für hohen Frischluftkomfort bei nur minimalen Energieverlusten. Die Anlage saugt die verbrauchte, feuchte Raumluft aus Küche, Bad und WC über ein Rohrsystem ab und führt sie an einem Wärmetauscher vorbei. Dort wird bis zu 90 Prozent der Abluftwärme auf die Frischluft übertragen, die dann vorgewärmt, gefiltert und zugfrei in die Wohnräume strömt. Dank hocheffizienter Lüftermotoren liegen die Einsparungen durch die automatische Lüftung um ein Vielfaches höher als der Energieaufwand. Eine leistungsfähige Luft/Wasser-Wärmepumpe, die die Außenluft als regenerative Energiequelle nutzt, versorgt die Räume über die Fußbodenheizung mit sanfter Strahlungswärme und übernimmt gleichzeitig die Warmwasseraufbereitung. Den Strom für die Wärmepumpe liefert die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach. Ein schlauer „Energiemanager“ lenkt den Solarstrom dorthin, wo er gerade gebraucht wird. Vorrangiges Ziel ist dabei ein möglichst hoher Eigenverbrauch.

Direkt vom Elternschlaf - zimmer zu begehen, ist das Master-Bad mit XXL-Dusche und Wanne top ausgestattet. Foto: Gussek
Direkt vom Elternschlafzimmer zu begehen, ist das Master-Bad mit XXL-Dusche und Wanne top ausgestattet. Foto: Gussek

Bautafel

Hausbezeichnung: Musterhaus Isabella
Bauweise: Holzständerwerk in Großtafelbauweise mit zweischaliger Verblendsteinfassade und einschaliger Putzfassade
Fassade: Verblendstein, Putz
Dach: Satteldach 25 Grad, Drempel 190 + 2 cm
Abmessungen: 12,80 m x 10,05 m plus Wintergarten
Wohnfläche: EG 118,21 m², OG 88 m²
Haustechnik: Wärmepumpe, kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung, Fußbodenheizung, Photovoltaik-Anlage mit 29 Modulen
Primärenergiebedarf: ca. 46,6 kWh/m²a
Hersteller: Gussek Haus, Franz Gussek GmbH & Co. KG

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