Wandfarben: Selbstgemacht oder vom Profi.

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Wandfarbe Brauntöne
Foto: Dulux

Nicht immer Prêt-à-porter, aber genauso wandelbar wie in der Modewelt zeigen sich die Wohntrends und Wandfarben. Schon gibt eine neue Farbe den Ton an, Formen, Muster und Oberflächen ändern sich. Gut, dass man auch seine vier Wände ganz schnell den Trends anpassen kann!

Natürlich lässt niemand seine Wände jährlich streichen. Aber es ist oft nur der „innere Schweinehund“, den es zu überwinden gilt. Denn bedenkt man es sachlich, ist eine neue Wandfarbe doch eine vergleichsweise günstige und sehr effektive Art, das eigene Zuhause aufzupeppen oder ihm gar einen vollkommen neuen Stil zu verleihen. Ob man selbst Hand anlegen möchte oder – im Fall von komplizierten Mustern wie unserem Karo-Beispiel oder schwierigen Untergründen ratsam – den Profi beauftragt, das Ergebnis macht glücklich. Denn Farben dominieren nicht nur die Raumwirkung maßgeblich, sondern auch unser Wohlfühlen in diesem Raum. Ist man sich über den eigenen Wunschfarbton nicht sicher, sollte man immer erst einmal ein „Probierstück“ malern und auf sich wirken lassen. So findet man manchmal ganz überraschende Dinge heraus. Zum Beispiel, dass die derzeit hochaktuellen dunklen Wände – Anthrazit, Nachtblau und Ähnliches – gar nicht düster oder bedrückend wirken. Mit entsprechenden Accessoires und Deko-Highlights kombiniert, können sie zu einer wunderbaren Geborgenheit und Gemütlichkeit beitragen, die gleichzeitig Eleganz ausstrahlt. Trendfarbe der Wohnwelt ist die kombinationsfreudige Farbe Blau und eine spezielle Abtönung, „Opal“. Die Anklänge an Himmel und Meer wirken beruhigend, und je nach Kombination oder Muster können diese Töne edel, frisch oder peppig gestaltet werden. Im Übrigen kann auch ein neues Weiß an der Wand Wunder wirken. Es ist immer wieder überraschend, als was sich der alte Anstrich – die „weiße“ Wand – entpuppt, wenn man mal mit einem frischen Weiß drüberstreicht.

Farbe ist nicht gleich Farbe

Üblicherweise kommen Dispersionen zum Einsatz, meist sind es Acryl- oder Kunstharzdispersionsanstriche. Hauptbestandteile sind typischerweise Wasser als Verdünnungsmittel, aus Mineralöl gewonnene Kunstharze (meist Acrylharze) oder ähnliche Kunststoffe (beispielsweise Polyvinylacetat) als Bindemittel, Farb­stoffe oder Pigmente. Sie sind heutzutage besser als ihr Ruf in puncto Wohngesundheit. Wer auf Nummer sicher gehen und zwischen atmungsaktiven Wänden leben möchte, greift auf Naturfarben zurück. Mineralische und pflanzliche Pigmente liefern die Farbtöne, als Lösemittel dienen Alkohol, pflanzliche Öle oder Wasser. Kalk- oder Silikatfarben, Kaseinfarben, Naturharzdispersionen, Kreide-und Lehmfarbe stellen eine große Auswahl für den gesundheitsbewussten Modernisierer.

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