Gerade im Winter, wenn es abends früher dunkel wird, sind wir im Homeoffice auf eine gute Beleuchtung angewiesen. Wir haben Tipps für optimales Homeoffice Licht. 

Spätestens seit den Lockdowns während der Pandemie arbeiten viele Menschen von zu Hause aus. Wichtig ist neben passenden Möbeln auch das richtige Licht im Homeoffice, um optimale Konzentration zu gewährleisten.

Neben einem ausreichend großen Schreibtisch sowie einem ergonomischen Stuhl sollten Sie vor allem auf eine angenehme Homeoffice Beleuchtung achten. Wir verraten, wie Sie Ihren Arbeitsplatz im Büro zu Hause mit der passenden Auswahl an Leuchten noch angenehmer gestalten.

Die Designer Giovanni Giacobone und Massimo Roj ließen sich beim Design der Pendelleuchte „Eggboard Matrix“ von Eierkartons in Tonstudios inspirieren. Der Clou: die Lampe bietet nicht nur optimale Beleuchtung am Arbeitsplatz, sondern wirkt auch schallabsorbierend, sodass die Akustik im Raum verbessert wird. Somit ist sie nicht nur für den Einsatz im Homeoffice, sondern auch für Großraumbüros geeignet. Foto: Artemide

Zunächst gilt es einige Fragen zu klären:
  • Wie viel Tageslicht habe ich in meinem Homeoffice?
  • Wie kann ich das Licht im Laufe des Tages so anpassen, dass es dem natürlichen Tagesrhythmus entspricht?

Viel Tageslicht fördert die Konzentration

Falls möglich, platziert man den Tisch direkt am Fenster, um möglichst viel Tageslichteinfall zu haben. Denn natürliches Licht steigert nicht nur das Wohlbefinden, sondern fördert auch die Konzentration.

Dabei ist natürlich auf Sonnenschutz und Verschattungsmöglichkeiten zu achten. Denn der schönste Arbeitsplatz im Haus nützt nichts, wenn blendendes Licht immer wieder die Augen irritiert.

Jalousien und Plissees bieten sich als innenliegender Sonnenschutz an, denn mit ihnen kann das richtige Licht-Schatten-Verhältnis gut reguliert werden. Künstliche Lichtquellen sollten von Anfang so bedacht werden, dass auch im Winter komfortabel gearbeitet werden kann.

Schreibtischleuchte im Homeoffice
Die LED-Tischleuchte „Ayno“ wurde mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis Design 2020 ausgezeichnet. Foto: Lampenwelt

Wichtig ist eine homogene, helle Grundbeleuchtung, zum Beispiel durch Decken- oder Wandleuchten. Kaltes, blaues Licht ist hier die richtige Wahl, denn es hält wach und fördert die Konzentration. Eine variabel auszurichtende Schreibtischlampe verhindert, dass Ihre Hände beim Arbeiten störende Schatten werfen.

Im Winter, wenn die Tage kürzer werden, kommt man jedoch um künstliche Beleuchtung nicht herum. Achten Sie deshalb auch auf eine gute Schreibtischbeleuchtung.

LED-Tischlampe, entworfen von Sir Kenneth Grange und Paul Smith nach einem ursprünglichen Entwurf von George Carwardine aus dem Jahr 1932. Foto: Lampenwelt

Konzentrationsförderndes Licht mit HCL- und CCT-Funktion

In Großraumbüros ist Human Centric Lighting, kurz HCL, längst angekommen. HCL passt die Lichtqualität automatisch dem natürlichen Biorhythmus an. Dafür wird die Lichtfarbe (gemessen in Kelvin) im Laufe des Tages verändert. So changiert die Beleuchtung von einem aktivierenden Licht mit hohem Blauanteil am Morgen zu einem zunehmend warmweißen Licht an Nachmittag und Abend.

Helligkeitssensoren messen die Umgebungshelligkeit, um die Lichtintensität automatisch den Bedürfnissen anzupassen. Und Präsenzmelder lassen das Licht nur dann leuchten, wenn der Schreibtisch auch besetzt ist.

Stehleuchte im Homeoffice.
LED-Stehleuchte mit Dimm- und CCT-Funktion, konfigurierten Lichtszenarien und Memory-Funktion. Foto: Lampenwelt

HCL zu Hause

Auch im heimischen Umfeld ist HCL mittlerweile angekommen. Im Homeoffice lässt sich das Konzept durch Leuchten mit sogenannter CCT-Funktion abbilden. Die Lichtfarbe ist bei diesen Lampen variabel. Außerdem können sie smart gesteuert werden und Lichtroutinen programmiert werden, die dem Tagesverlauf entsprechen.

Videokonferenz Beleuchtung Homeoffice

Zusätzliches Wohlbefinden im Büroalltag spenden neben den HCL-Funktionen auch sogenannte Lichtduschen. Dabei handelt es sich um eine biodynamische Leuchtfunktion mit einer Wirkung von 10.000 Lux, die bei Bedarf die Lichtstimmung eines Sommertages imitiert. Ein zusätzlicher Modus für Videokonferenzen sorgt für eine natürlich anmutende Aufhellung der Gesichtspartie.

LED-Schreibtischleuchte inklusive Raumluftsensor, CCT-Funktion, App-Kontrolle, Dämmerungs- und Anwesenheitssensor und vitalisierender Lichtdusche sowie einem Lichtmodus für Videokonferenzen. Foto: Lampenwelt

Blendfreie Lichtverteilung durch flächiges Licht

Licht, das über große Flächen blendfrei im Raum verteilt wird, ist für den Bereich rund um den Schreibtisch im Homeoffice perfekt. Dadurch entsteht im täglichen Arbeitsumfeld ein gleichmäßiges Lichtbild, das die Augen entlastet.

Ausgestattet mit CCT-Funktion, kann auch bei Panels und anderen flächigen Decken-, Pendel- oder Stehleuchten ein konzentrationsförderndes, universalweißes Licht eingestellt werden. Gegen Abend kann es dann bei Bedarf zu Warmweiß geändert werden.

LED-Panels für den Bürobereich lassen sich sehr gut mit Schreibtischlampen kombinieren. Sie bieten als gerichtetes Zusatzlicht eine perfekte Ergänzung.

Schreibtischleuchte "Tolomeo"
Das leichte und dynamische Design der „Tolomeo“, entworfen von Michele De Lucchi passt ideal in jeden Wohnstil und wirkt nie aufdringlich. die Leuchte lässt sich stufenlos verstellen und der Leuchtenkopf sich um 360 Grad drehen. Besitzer können entscheiden, ob sie die Leuchte mit Standfuß, Tischklemme oder Wandhalterung nutzen möchten. Foto: Artemide

Smartes Licht im Homeoffice

Die Beleuchtung im Büro oder auf dem Schreibtisch kann ins Smart-Home-System eingebunden werden. Dank smarter Leuchten ergeben sich gerade im Homeoffice viele Vorteile.

Die Bedienung ist deutlich komfortabler. Mit der Einbindung ins intelligente Zuhause können tägliche Routinen programmiert werden. Sie können beispielsweise eine Szenerie für die Abendbeleuchtung im Homeoffice für eine besonders homogene, augenfreundliche Lichtverteilung festlegen.

Darüber hinaus lassen sich Lichtfarbe und Helligkeit bei einer smarten Schreibtischbeleuchtung individuell einstellen. Memory-Funktionen halten die präferierten Lichteinstellungen fest. Die Steuerung erfolgt ganz nach persönlicher Vorliebe über eine Smartphone-App oder via Sprachassistent.

Schreibtischleuchte "Tizio"
Richard Sapper designte die Schreibtischleuchte „Tizio“ bereits 1972. Dennoch überzeugt sie auch heute noch mit ihrem zeitlosen Design. Hinzu kommt die ausgeklügelte Technik mit den fein ausbalancierten Gegengewichten sowie der Funktion der Leuchtenarme selbst als elektrische Leiter. Die Lampe ist klassisch mit Halogenleuchtmitteln oder als LED erhältlich. Foto: Artemide

Kult-Design im Homeoffice

Die Auswahl an ikonischen Schreibtischleuchten, deren geistige Schöpfung viele Jahrzehnte zurückliegt, ist groß. Ihre oft schlichten, funktionalen Designs, basierend auf geometrischen Grundformen, machten diese Leuchten zu zeitlosen Stilikonen.

Viele Lampen haben sich über Jahrzehnte bewährt und sind heute Design-Klassiker. Sie bieten nicht nur ansprechendes Lichtflair, sondern sorgen auch für Eleganz und eine Portion Nostalgie am heimischen Schreibtisch.

Wer die Design-Lampen aus dem vergangenen Jahrhundert mit energieeffizienten LED-Leuchtmitteln ausstattet, schlägt elegant den Bogen von Tradition zu Moderne.

Schreibtischleuchte Artemide
Die Schreibtischleuchte „Demetra Table“ von Naoto Fukasawa spendet angenehmes Licht genau dort, wo es gebraucht wird. Der Arm sowie der Leuchtenkopf sind flexibel verstellbar und die LED-Leuchte lässt sich bequem dimmen. Je nach Beschaffenheit des Arbeitsplatzes kann sie mit Standfuß, Klemme oder Schraubbefestigung montiert werden. Darüber hinaus punktet die Leuchte mit einer automatischen Abwesenheitsfunktion. Foto: Artemide

Auch viele zeitgenössische Designer setzen mit ihren modernen Lampen-Entwürfen außergewöhnliche Licht-Akzente im Homeoffice. Ihre Neuinterpretation geometrischer Grundformen überrascht und vereint Altbewährtes wie Konzepte des lenkbaren Lichts mit hochmoderner Lichttechnik, die für Effizienz und Ressourcenschonung steht.

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