Die eigenen vier Wände sind Wohnraum, Treffpunkt für Freunde, Freizeit- und Bildungsbereich – und nicht zuletzt auch Arbeitsplatz. Ob in Form eines separaten Homeoffice oder als eigenständige gewerbliche Einheit, hängt von der beruflichen Situation ab.

Als Folge der Pandemie ging ein Großteil der Büroangestellten ins Homeoffice, viele davon werden ganz oder teilweise an dieser Arbeitslösung festhalten. Für zahlreiche Selbstständige und Freiberufler fand Wohnen und Arbeiten schon immer unter einem Dach statt.

Vielseitige Home-Office-Lösungen

Doch je mehr Zeit im Home Office verbracht wird, desto offensichtlicher wird, dass konzentriertes Arbeiten nicht am Küchentisch oder in einer Arbeitsecke im Schlafzimmer stattfinden kann. Die Ablenkung durch das Familienleben und das tägliche Auf- und Wegräumen von Unterlagen strapaziert. Außerdem verhindert der Blick auf unerledigte Aufgaben das Relaxen und Wohlfühlen am Feierabend.

Auch eignet sich das Wohnzimmer nur bedingt als Konferenzraum, um ungestört Videomeetings mit Geschäftspartnern durchzuführen. Wir stellen verschiedene Home-Office-Lösungen vor – vom separaten Arbeitszimmer bis zur Wohn- und Gewerbeeinheit unter einem Dach ist alles möglich.

Beispiel:
 Home Office Modell „Chelsea“

Ein eigener Raum fürs Home Office, im Idealfall etwas abgelegen, bietet die nötige Ruhe und passende Umgebung. Die Größe hängt vom persönlichen Bedarf ab, Tageslicht und ein Blick ins Grüne sorgen für Wohlbefinden.

Home Office im Erdgeschoss mit Blick in den Garten.
Einfamilienhaus „Chelsea“ wartet mit gleich zwei Arbeitszimmern auf. Im Erdgeschoss als lichthelles Erkerzimmer mit wohngesunder Arbeitsatmosphäre dank bodentiefer Fenster (mit 13 Quadratmetern lässt sich der Raum später problemlos zum Schlafzimmer für die Nanny umnutzen). Foto: GUSSEK HAUS
Home Office mit Blick in den Garten
Im Obergeschoss von Haus „Chelsea“ findt sich ein zweites Arbeitszimmer mit Balkonzugang und traumhaftem Gartenblick. Foto: GUSSEK HAUS

Auf die nötigen Medienzugänge gilt es schon bei der Hausplanung zu achten. Die Möblierung folgt später, am besten auch nach ergonomischen Kriterien. Insgesamt sollte der Arbeitsbereich inspirierend, attraktiv und funktional sein. Ordnung und Sauberkeit verstehen sich von alleine.

Wer dann und wann auch Kollegen oder Kunden empfängt, muss unbedingt auf eine strikte Trennung der Privat- von den Geschäftsräumen achten. Eine Positionierung direkt von der Diele abgehend, wo sich dann auch die Gäste-Toilette befinden sollte, ist eine gängige Lösung. Wer eine Unterkellerung anstrebt und das Untergeschoss ausbaut, kann dort ideal ein Home Office unterbringen.

Beispiel: Wohnen und Arbeiten Modell „Cronenbourg“

Bei Haus „Cronenbourg“ lässt schon an der Aufteilung der Fläche ablesen, welche Bedeutung der Arbeitsbereich hat. Die Nutzungsanteile von Wohnen und Arbeiten darf man hier getrost als ‚pari’ bewerten. Das GUSSEK-Architektenteam realisierte eine nach Wünschen des Kunden maßgeplante Lösung aus Gewerbeeinheit und Wohnhaus.

GUSSEK HAUS Cronenbourg Außenansicht
Ob einzelner Büroraum oder größere Gewerbeinheit: Privatleben und berufliche Tätigkeit sollten räumlich strikt getrennt werden. Das sorgt für mehr Harmonie und Zufriedenheit. Trotzdem kann natürlich eine Terrasse sowohl für die Arbeitspause als auch für den Feierabend genutzt werden. Foto: GUSSEK HAUS

Auf einem großzügigen Grundstück in der Randlage eines Gewerbegebietes entstand ein zweigeschossiger Gebäudekomplex mit Flachdach und weißer Edelputzfassade, die auf der Eingangsseite mit dunklen, metallisch schimmernden Fassadenplatten (Trespa) gekonnt in Szene gesetzt wird.

Der Gebäudekomplex, dessen Nutzungsschwerpunkt auf der Gewerbeeinheit liegt, wirkt zur Straßenseite modern und exklusiv. Damit bildet diese Ansicht die ideale Visitenkarte für die Werbeagentur des Hausherrn.

Der Grundriss verschachtelt drei Baukörper, jeder kubisch anmutend mit Flachdach und großen Fensterflächen. Der erste Kubus beherbergt eine großzügige Doppelgarage, deren automatisch öffnendes Tor in geschlossenem Zustand kaum zu erkennen ist. Von der Garage führt eine geradläufige Treppe in den darüber liegenden 61 Quadratmeter großen Lagerraum der Agentur.

Home Office in einem lichtdurchfluteten Atelier mit bodentiefen Fenstern.
Home Office deluxe: In diesem lichtdurchfluteten Atelier kann man sich optimal konzentrieren. Foto: GUSSEK HAUS

Im rechten Winkel zum Garagenkubus empfängt der zweite Kubus mit einem auf ganzer Breite zurückspringenden überdachten Eingangsbereich. Durch das elegante Eingangsportal der Agentur mit seitlichem Glaselement betritt der Besucher ein offenes Foyer. Rechterhand wurden die Garderobe und eine Kabine als Aufzugsvorbereitung vorgesehen, geradeaus laden eine breite geradläufige Treppe ins Obergeschoss ein oder der offene Durchgang ins 47 Quadratmeter große, lichtdurchflutete Atelier.

Im gesamten Haus schaffen großformatige Holz-Alu- Fenster aus GUSSEK-eigener Produktion ideale Belichtungsverhältnisse. Die in der GUSSEK-Treppen-Manufaktur gefertigte Treppe führt ins Obergeschoss, das ein weiteres beeindruckendes Atelier (45,5 Quadratmeter) bietet, ein separates Fotoatelier, in dem der spätere Aufzug ankommt, sowie einen weiteren Abstellraum, der eine Schleusenfunktion zum Lagerraum im Obergeschoss des ersten Kubus übernimmt.

Außenansicht Haus Cronenbourg GUSSEK HAUS
Die Wohnung in Haus „Cronenbourg“ erreicht man über eine seitlich unter dem überdachten Eingangsportal platzierte Haustür. So werden Privat- und Gewerberäume räumlich voneinander getrennt. Foto: GUSSEK HAUS

Im dritten, von der Straßenseite abgewandten Kubus finden sich die privaten Wohnräume des Bauherrn. Die Wohnung erreicht man über die seitlich unter dem überdachten Eingangsportal platzierte Haustür. Die Wohnfläche im Erdgeschoss ist komplett offen gehalten und vereint großzügig Wohnen, Kochen und Essen. Aus dem offenen Raum führt wiederum eine geradläufige Treppe in die privaten Rückzugsräume im Obergeschoss.

Das äußerst individuell konzipierte Mischkonzept aus Wohnen und Arbeiten wurde exakt auf die detailreichen Anforderungen des Bauherrn zugeschnitten. Bis hin zum Außenbereich, wo im Winkel zweier Gebäudekuben eine großzügige Terrasse entstand, die sowohl vom Wohnraum als auch vom Büro aus zugänglich ist.

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