Fliesen machen sowohl am Boden als auch an der Wand aus jedem Raum eine individuelle Wohlfühloase. Allerdings bilden sie lediglich die sichtbare Oberfläche. Damit ein optimales Endergebnis erzielt werden kann, beginnt die Arbeit bereits im Untergrund – im Verlegesystem bei Fliesenkleber und Co.

Zwischen Untergrund und Oberbelag gehört ein Kleber, der beide Schichten fest miteinander verbindet. Und dieser braucht einen tragfähigen Untergrund, der ihn haften lässt. Denn nichts ist ärgerlicher als falsche Ausführung durch mangelndes Know-how. Geprüfte Materialien und Systeme für Profis sind hier die halbe Miete. Oft zahlt sich eine fachmännische Beratung schon bei der Planung aus. Die eine oder andere Aufgabe sollte besser nicht ohne Unterstützung eines professionellen Fliesenlegers in Angriff genommen werden – gerade bei anspruchsvollen Verlegeuntergründen kann auf die Expertise des Profis nicht verzichtet werden.

Grundierung: Gut vorbereitet für den Kleber

Grundieren, Spachteln, Abdichten – diese drei Schritte können für schöne Fliesenbeläge unabdingbar sein. Wenn der Untergrund beispielsweise uneben oder zu saugfähig ist, muss vorbehandelt werden. Das gewährleistet die optimale Verbindung des Klebers mit dem Untergrund und dem Oberbelag. In Badezimmern darüber hinaus unerlässlich: eine dauerhafte Abdichtung, die vor Feuchtigkeit und den daraus folgenden Schäden sicher schützt. Empfehlenswert sind Systemlösungen, bei denen die unterschiedlichen Produkte ideal miteinander harmonieren.

 

Systematisch zum Belag

Die aufeinander abgestimmten Produkte gewährleisten einen einwandfreien Fliesenbelag, und der Handwerker kann Schritt für Schritt die Platten anbringen: Erst grundieren und falls notwendig ausgleichen, dann je nach Gegebenheit abdichten, mit einem Verlegemörtel verkleben und zum Schluss mit Fugenmörtel sowie die Anschlüsse mit Silikon verfugen. Wenn die richtigen Voraussetzungen gegeben sind, kann der neue Fliesenbelag sogar auf der alten Keramik verklebt werden. Rückbaumaßnahmen und somit hoher Aufwand werden auf diese Weise effektiv gespart. Ein tragfähiger, trockener, sauberer und fettfreier alter Fliesenbelag ist dabei ein absolutes Muss. Durch Abklopfen stellt der Fliesenleger fest, ob eventuell Hohlstellen bestehen. Falls das der Fall ist, müssen die alten Fliesen entfernt und der Bereich mit einem Ausgleichsmörtel überarbeitet werden. Nicht zuletzt bei der Technik „Fliese auf Fliese“ sollte in jedem Fall ein flexibler Fliesenkleber verwendet werden.

Platten auf Terrassen
Platten auf Terrassen sind dem Wetter ausgesetzt, daher ist dabei eine Abdichtung, z. B. „PCI Seccoral 2K Rapid“, unumgänglich. Foto: PCI

Je nach Material

Großformate, Naturstein, Mosaik und Co. – jede Fliesenart hat ihre eigenen Anforderungen. Granite oder Quarzite, die sich beispielsweise sehr für den Außenbereich eignen, benötigen einen Verlegemörtel mit hoher Benetzungsfähigkeit, da sie eine geringe Saugfähigkeit aufweisen. Bei Sedimentgesteinen hingegen kann es durch eindringendes Wasser leicht zu Ausblühungen auf der Plattenoberfläche kommen – schnell abbindender Kleber ist hier gefragt. Glas­fliesen wiederum erfordern aufgrund der durchscheinenden Materialbeschaffenheit ein weißes Kleberbett. Die dichte Rückseite verlangt nach einem vergüteten Verlegemörtel. Welche Mate­rialien und Techniken sind fürs Grundieren, Spachteln, Abdichten, Verkleben und Verfugen bei den unterschiedlichen Fliesen und Platten am besten geeignet?

Darüber geben zum Beispiel die Broschüren der PCI Augsburg GmbH Auskunft, diese können auf www.pci-augsburg.de eingesehen und heruntergeladen werden.

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