Zimmertüren nicht mehr nur als Raumteiler.

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Verschiedene Ausführungen von Zimmertüren.
Verschiedene Ausführungen – mal in Holz, mal in Glas – und trotzdem ein einheitliches ­Design im gesamten Haus. ­Diesen Vorteil bieten abgestimmte ­Türenprogramme. Foto: Hörmann

Die Einrichtung sagt viel über die ­Bewohner aus. Denn der persönliche Stil drückt sich in Bodenbelägen, Wandgestaltung und Möbeln aus, aber auch immer mehr in der Wahl der Zimmertüren. Viele Bauherren entscheiden sich bewusst – und gerne auch für Unikate.

Die Weißlacktür ist immer noch beliebt und weit ver­breitet. Doch zu den klas­sischen, glatten Oberflächen gesellen sich immer mehr Modelle mit vielen unterschiedlichen Optiken und ­Haptiken. Der individuellen Auswahl sind kaum Grenzen gesetzt. Inspiriert durch den Landhausstil kommt im Wohnbereich aber auch gern wieder sichtbares Holz zum Einsatz.

„Carisma“ mit Zarge in „Flint Grey“ mit durchgefärbtem Schichtstoff.
Wahrhaft raumprägend – „Carisma“ mit Zarge in „Flint Grey“ mit durchgefärbtem Schichtstoff und verdeckt liegenden Bändern „Tectus“. Foto: Jeld-Wen

Echtholzfurniere sind durch ihre ­natürliche Maserung immer Unikate. Aber auch Holzreproduktionen ­können durch hochwertige Druck­verfahren kaum noch vom Original unterschieden werden. Aktuelle Trendfarben eröffnen aber auch Spielraum für moderne Einrichtungsstile der ausgefallenen Art.

Komfort

Bei Komfort denken viele an Sofa, Sessel und Co., aber auch Türen ­können weitaus mehr, als Räume ­verbinden und trennen. Die Hersteller bieten umfangreiche Möglichkeiten, Türen mit Funktionen auszustatten, die den Wohnkomfort erhöhen oder die Bedienung erleichtern. Zu den beliebtesten Sonderausstattungen gehören die Verbesserung des Schallschutzes. Bei der Bedienung geht es um die geräuschlose oder auch teilautomatische Schließung einer Tür sowie das selbstständige Geschlossenhalten.

Innenleben

Türen unterscheiden sich bezüglich des Innenaufbaus, was Auswir­kungen auf die Eigenschaften hat. Bei der Leichtbauversion dient eine ­Wabeneinlage aus Papier oder ­Karton der Aussteifung der Tür. Kommen statt dieser Waben gelochte Holzstege zum Einsatz, die in gewissen Abständen hinter dem Deckblatt verklebt werden, spricht man von einer Röhrenspanstegtür. Noch stabiler, schwerer und schallschluckender wird eine Tür, wenn nicht nur Stege, sondern eine komplette Platte den Kern der Tür bilden. Aus Gewichtsgründen ist ­diese ins Längsrichtung gelocht. Die massivste Form bildet die um eine Spanplatte aufgebaute Tür. Alternativ gibt es Massivholztüren.

Dieses Türblatt verfügt über eine prägnante, schwarz­ ­lackierte Griffmulde.
Dieses Türblatt verfügt über eine prägnante, schwarz­ ­lackierte Griffmulde, die längs verläuft. Durch den im Set integrierten Blockrahmen ist das Türblatt, das auf der Öffnungsseite vollständig­flächenbündig ist, sehr einfach zu montieren. Statt eines Schlosses verfügt das Türblatt über eine Rollfallen-Fixierung, die dafür sorgt, dass die Tür geschlossen bleibt. Foto: Kilsgaard

Oberfläche der Zimmertüren

In einem Haushalt mit kleinen Kindern oder Haustieren kann die Pflege­leichtigkeit und Robustheit der Oberfläche eine bedeutende Rolle spielen. Hier entscheidet man sich besser für eine widerstandfähige, leicht zu reinigende CPL-Oberfläche. Sie sind kratz-, stoß- und abriebfest sowie unempfindlich gegen haushaltsüb­liche Reinigungsmittel. Dank moderner Druckverfahren lässt sich die ­extrem belastbare Veredelung kaum von echtem Holz unterscheiden.

Zimmertüren.
Foto: Oberfläche DuriTop Trend Sandeiche von Jeld-Wen

Bei weniger stark beanspruchten Türen sind Dekorfolien eine preis­werte und pflegeleichte Alter­native zu Echtholz. Lack, vor allem Weißlack, gehört zu den Klassikern der Türoberflächen. Die in der Regel mit modernen Walz- und Spritzverfahren aufgetragenen Acryllacke bleiben lange attraktiv und passen zu beinahe jedem Einrichtungsstil. Furniere aus echtem Holz wirken besonders edel und geben Türen durch ihre natürliche Maserung einen lebendigen Charakter.

Mehr Platz, mehr Licht

Überall dort, wo kein wertvoller Platz an den Schwenkradius des Türblatts verschenkt werden soll, sind Schiebetüren eine interessante Alternative. Sie werden heute meist oben in eine ­Laufschiene eingehängt, so dass die Elemente frei hängen. So muss der ­Bodenbelag nicht durch ein Führungsprofil unterbrochen werden. Glastüren sind beliebt, weil sie mehr Offenheit und Licht in die Räume bringen. Sie bestehen aus Sicherheitsglas, das nicht splittert, falls es doch einmal zu Bruch geht. Wo transparentes Glas zu offen wirkt, schafft satiniertes Glas mehr ­Intimität. Mit Schmuck­dekoren lassen sich hier reizvolle Akzente setzen.

Mit der „ConceptLine“ ­können individuelle Raumkonzepte stilbewusst umgesetzt werden.
Mit der „ConceptLine“ ­können individuelle Raumkonzepte stilbewusst umgesetzt werden. Kombinierbar sind die Oberflächen Gloss, ­Ultramatt und Schiefer je nach Belieben mit den Farben Verkehrsweiß, Lichtgrau oder Anthrazitgrau. Foto: Hörmann

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