Die Küche ist heutzutage kein Ort mehr, an dem man heimlich, still und leise Essen zubereitet. Sie bildet das Zentrum des Familienlebens und wird entsprechend in Szene gesetzt.

Endlich wieder Gäste in die Wohnküche einladen, gemeinsam essen, trinken und gute Gespräche führen! Lange haben wir uns danach gesehnt und waren gezwungen, uns pandemiebedingt abzuschotten.

Der Nachholbedarf ist groß und wir wollen es unserem Besuch und unseren Lieben nun so richtig gemütlich machen: Zusammen am Herd stehen, gesunde und leckere Mahlzeiten kochen, ausführlich schlemmen und dann auf den Loungemöbeln im Wohnzimmer bei einem Digestif den Abend ausklingen lassen.

Alles nur Show?

Kochtisch mit Downdraft-Dunstabzug
Absolut erforderlich in einer Wohnküche ist ein guter Dampfabzug. Beim Kochtisch „next125“ wurden Muldenlüfter in den Tisch integriert, sodass das Design des Möbels uneingeschränkt zur Geltung kommt. Foto: next125

Wenn Sie sich bei der Grundrissplanung für eine offene Küche oder Wohnküche entscheiden, können Gäste den Arbeitsbereich einsehen. Ist genügend Platz vorhanden, empfiehlt es sich, zusätzlich zur Kochinsel noch eine sogenannte Schmutzküche zu installieren.

Während man sich mit Freunden und der Familie bequem um die Kochinsel herum gruppiert, um Gemüse zu putzen, zu schneiden oder Fleisch zu marinieren, können gebrauchtes Geschirr, Töpfe, Pfannen und Besteck einfach in die Küche nebenan gestellt werden und sind so den Blicken der Besucher entzogen.

blaue Thekenstühle mit Lehne für die Küche
Wenn in der Küche auch gleichzeitig die Mahlzeiten eingenommen werden, sind vor allem bequeme Stühle gefragt. Der „RBM Noor up“ ist für den Einsatz an der Frühstückstheke wie geschaffen. Foto: Flokk

Auch Kochdünste und Dampf sollten gar nicht erst zu den Gästen vordringen, sondern gleich dort abziehen, wo sie entstehen. Um dem großen Wohn- und Esszimmer nicht den Eindruck von Weite zu nehmen, lassen sich hier statt einer herkömmlichen Dunstabzugshaube sogenannte Muldenlüfter oder Downdraft-Abzugshauben anbringen. Diese sind mittig, an der Längs- oder der Querseite ins Kochfeld eingelassen und ziehen Dampf und Kochgerüche effizient ein.

Unter Dach und Fach

Weiße Wohnküche in luxuriösem Haus mit großen Verglasungen
Für ein offenes Wohnkonzept wie geschaffen ist die „SieMatic SLX“. Zur Besonderheit macht sie die neue ikonische Griffmulde mit fein strukturierter Griffleiste und individuell steuerbarer Beleuchtung. Foto: SieMatic

Selbstverständlich müssen für einen reibungslosen Ablauf alle Töpfe, Pfannen, Gerätschaften, Herdplatten, Backofen, Mikrowelle, Kaffeemaschine etc. in greifbarer Nähe sein, sollten aber nach Gebrauch im Sinne der Wohnlichkeit wieder dezent verschwinden.

Möglich machen dies beispielsweise einheitliche Fronten oder Schrankwände, hinter denen sich Geräte wie Spül- oder Waschmaschine unbemerkt verstecken können. Installieren Sie unter der Spüle ein Müllsystem, in dem Sie Küchenabfälle, Plastik- und Metallmüll sowie Papier getrennt entsorgen können.

Um gebrauchte Messer, Kochlöffel und Töpfe schnell in der Spülmaschine verschwinden zu lassen, kann diese unter oder ganz in der Nähe der Arbeitsplatte eingebaut werden. So ist nach dem Kochen im Nu aufgeräumt und die Lust am Bewirten von Gästen wird nicht durch stundenlange Aufräumaktionen getrübt.

Als Einheit planen

Wohnraum und Küche gehen fließend ineinander über
Bei diesem Küchenensemble geht der Funktionsraum fließend in den Essbereich über. Der Gastgeber kann sich also während des Kochens seinen Gästen widmen. Foto: Leicht/Jean Philippe Juen

Oft wird schon am Bodenbelag sichtbar, dass die Bereiche Kochen, Essen und Wohnen miteinander verschmelzen sollen und als Einheit gedacht wurden. Zurückhaltung und Reduktion lassen das Kochareal in der Wohnküche oder den großzügigen Gemeinschaftsräumen nahezu unsichtbar aufgehen.

Das Wiederaufgreifen von Materialien und Farbtönen aus der Küche im Essbereich und Wohnraum vollendet diese Verschmelzung. Dementsprechend finden sich häufig dieselben Hölzer, Edelstahl- oder Aluminiumdetails an Kochinsel oder Küchenschränken und an Ess- oder Wohnzimmermöbeln.

Das richtige Lichtkonzept

Moderne Wohnküche mit Bereichsbeleuchtung
Küche und Essbereich gehen fließend ineinander über und punktuelle Beleuchtung sorgt jederzeit für passendes Licht. Foto: Alno

Die Verknüpfung der unterschiedlichen Wohnzonen macht auch ein anderes Lichtkonzept erforderlich. War man früher in einer separierten Küche eher darauf bedacht, den gesamten Raum mit Neonlicht auszuleuchten, konzentriert man sich heute bei der Beleuchtung punktuell auf die einzelnen Arbeitsbereiche.

Ist die Mahlzeit fertig zubereitet, können in die Küchenschränke oder Kochinsel integrierte LED-Leisten für eine angenehme Hintergrundbeleuchtung und damit für eine gemütliche Atmosphäre sorgen. Der Esstisch wird am besten mithilfe einer Pendelleuchte in warmweißes Licht getaucht, die im Idealfall sogar dimmbar ist.

Denn auch Leuchtintensität und Lichtfarbe spielen eine wesentliche Rolle, umso mehr wenn die Küche ein fester Bestandteil des gesamten Wohngeschehens sein soll.

Das könnte Sie auch interessieren