Sparsam und Effizient. Energiesparen mit LEDs.

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LEDs machen dank moderner Dämmung Stimmung
Stimmungsmache mit LED-Retrofits, dank moderner Dimmer. Foto: Jung

Sie waren schon kurz nach ihrer Erfindung die Lieblingsleuchtmittel der Architekten: die LEDs. Vor allem, weil sie so klein und so vielseitig einsetzbar sind. Weitaus sparsamer als die gute alte Glühbirne können sie sie in Form von Retrofits überall ersetzen.

Architekten und Innenarchitekten waren von den LEDs, den „Light Emitting Diodes“, von Anfang an begeistert. Nicht in erster Linie wegen ihrer Effizienz – ihre Lichtausbeute ist bis zu zehnmal so hoch wie die von Glühbirnen – sondern weil sie klein und vielseitig einsetzbar sind, sich mühelos in Möbel, in Wände, Decken, Böden integrieren ließen.

Voll da

Dem Vorteil der enorm hohen Effizienz beziehungsweise Sparsamkeit und der universalen Einsetzbarkeit standen zuerst Nachteile wie der extrem hohe Blauanteil ihrer Strahlung gegenüber, ihr „kaltes“ Licht. Mit einer gewissen Schmälerung des Wirkungsgrades erkauft, bekommt man jedoch heute LEDs, die „warmweiß“ oder gar „extra warmweiß“ leuchten. Will man die vertrauten Leuchten weiter benutzen, anstatt neue mit fest installierten LEDs zu kaufen, greift man zu „Retrofits“, rein äußerlich Glühbirnen, doch innen mit den Dioden bestückt. Anders als die Kompakt-Leuchtstofflampen strahlen sie nach dem Einschalten sofort mit voller Kraft und enthalten auch kein Quecksilber, das beim Zerbrechen in die Raumluft gelangen kann.

Warmweißes oder gar extra-warm - weißes Licht mit hohem Rotanteil ist das Richtige im Schlafzimmer: Es beruhigt, ähnelt Kerzenlicht. Paulmann
Warmweißes oder gar extra-warm -weißes Licht mit hohem Rotanteil ist das Richtige im Schlafzimmer: Es beruhigt, ähnelt Kerzenlicht. Foto: Paulmann

Retrofits

Jüngst hat die Stiftung Warentest 15 der gängigen Modelle geprüft und festgestellt, dass Retrofits besser und preisgünstiger geworden sind („test“ 4/2015). Sie sind robuster als Kompakt-Leuchtstofflampen und schaltfester, vertragen häufiges Ein- und Ausschalten schadlos. Fast alle gibt es schon für unter zehn Euro. Beim Einkauf gilt es allerdings, nicht allein auf den Preis zu achten: wichtig sind Lichtausbeute, Farbwiedergabe und Lichtfarbe. Die Lichtfarbe be­ziehungsweise Lichttemperatur wird in Grad Kelvin (K) angegeben. Je niedriger (!) sie ist, desto wärmer leuchtet die Lampe: unter 3.300 K „warmweiß“, unter 2.700 K „extra warmweiß“. Der Farbwiedergabe-Index „Ra“ sollte mindestes bei 70 liegen – Maßstab ist das Sonnenlicht, mit 100 Ra unerreicht.

LED-Retrofits passen in Glühbirnenfassungen, übertreffen die Wolframdraht- Lampen aber an Effizienz und Lebensdauer bei Weitem. Foto: Osram
LED-Retrofits passen in Glühbirnenfassungen, übertreffen die Wolframdraht-Lampen aber an Effizienz und Lebensdauer bei Weitem. Foto: Osram

Ruhezone

Tageslicht bleibt ohnehin ungeschlagen, ist für Gesundheit und Wohlbefinden unentbehrlich. Aber wenn man abends nach Hause kommt, kann man immerhin mit den richtigen Lampen den Sonnenuntergang für sich noch etwas in die Länge ziehen. Warmweißes Licht hat wie das der Abendsonne einen hohen Rotanteil. Er ist es, der den menschlichen Organismus zur Ruhe kommen lässt.

Je wärmer das Licht sein soll, desto weniger Kelvin darf die LED haben: links 2.700, rechts 2.000 Kelvin. Foto: Ledon
Je wärmer das Licht sein soll, desto weniger Kelvin darf die LED haben: links 2.700, rechts 2.000 Kelvin. Foto: Ledon