Ein Passepartout ist eines der klassischsten Stilmittel, wenn es um die Rahmung von Bildern, Fotos und Kunstwerken geht. Wir zeigen wie Sie den zeitlosen Klassiker am besten einsetzen. 

Ob moderne Kunst, ein Erinnerungsfoto oder eine seltene Lithographie – viele Motive verdienen es, gerahmt zu werden. Um sie perfekt zu inszenieren, macht die Verwendung eines Passepartouts Sinn. Doch bei der Wahl des Passepartouts kommt es nicht nur auf die Farbe an, sondern auch auf den Zuschnitt und die Dicke.

Allein durch die Rahmung eines Bildes sorgt man dafür, dass das Motiv gut zur Geltung gebracht wird. Die volle Wirkungskraft entfaltet sich. In Kombination mit einem Passepartout verstärkt sich dieser Effekt.

Was ist ein Passepartout?

Bilderrahmen mit Passepartout versehen
Wer ein Bild perfekt in Szene setzen möchte, wählt einen etwas größeren Rahmen und versieht es mit einem passenden Passepartout. Foto: Halbe

Ein klassisches Passepartout ist ein in der Mitte ausgeschnittener Hintergrundkarton, der im Rahmen zwischen Bild und Glas platziert wird. Passepartout-Kartons in Museumsqualität sind frei von verholzten Fasern und lichtbeständig, wodurch ein vergilben und unschöne Flecken vermieden werden. Zugleich bietet ein Passerpartout auch Schutz für das Bild.

Die richtige Passepartout-Größe

Breites Passepartout rückt Zeichnung in Mittelpunkt
Ein breites Passepartout sorgt für eine noch dramatischere Wirkung. Wenn die Signatur sichtbar bleiben soll, empfiehlt sich ein Klapp-Passepartout. Foto: Halbe

Die Größe des Rahmens und des Bildes bestimmen die richtige Passepartout-Größe. Um eine harmonische Passepartout-Randbreite zu erhalten, sollte diese ca. 10 – 12 Prozent des Maßes der längsten Bildseite messen. Wählt man ein sehr breites Passepartout (ca. 20 Prozent der längsten Bildseite) wird das Bild noch stärker hervorgehoben, da der Blick auf das Motiv gelenkt wird.

Ein Passepartout ist bis zu einer Bildgröße von 18x24cm empfehlenswert. Sehr große Bilder können wahlweise bündig oder mit Passepartout gerahmt werden.

Der richtige Passepartout-Ausschnitt

schmales Passepartout
Je nach Motiv macht ein schmalerer oder breiterer Rahmen mehr Sinn. Foto: Halbe

Damit der Rand des Bildes gut abgedeckt wird und eine feste Planlage gewährleistet ist, sollte der Passepartout-Ausschnitt an allen Seiten 5 mm kleiner als das Bild sein. Dieser wiederum wird im 45 Grad-Winkel schräg nach innen geschnitten. So erhält das Kunstwerk eine Mehrdimensionalität.

Da die inneren Schrägkanten auch Schatten auf dem Bild vermeiden, gewinnt es eine gewisse Tiefe. Eine optisch ansprechende Gestaltung lässt sich auf verschiedene Art und Weise erreichen.

Früher wurde das Bild weit nach oben versetzt, da die Faustregel bei der Passepartout-Gestaltung der aus der Fotografie bekannte Goldene Schnitt war. Heute platziert man es insbesondere bei modernen Werken in der sogenannten optischen Mitte, dabei ist der untere Rand einige Millimeter breiter als der obere.

Auch Social Media hat einen Einfluss auf die Gestaltung von Passepartouts. Moderne quadratische Motive, wie man sie von Instagram oder Pinterest kennt, werden oftmals mittig platziert. Alternativ kann auch ein querformatiger Passepartout-Ausschnitt in einem hochformatigen Rahmen verwendet werden.

Mehrere kleine Motiven, die inhaltlich und farblich gut zusammenpassen, lassen sich gemeinsam in einem großen quadratischen oder rechteckigen Rahmen mit entsprechendem Passepartout-Zuschnitt rahmen, wodurch ein ein großes Bild entsteht.

Die richtige Passpartout-Farbe

Großes Bild in Graustufen vor schwarzem Passepartout
Dunkle Motive lassen sich am besten mit schwarzen Passepartouts inszenieren. Foto: Halbe

Wählen Sie die Farbe immer eine Nuance dunkler als das zu rahmende Motiv. Dunkle Fotos wirken am besten in einem schwarzen Passepartout, während Motive in Graustufen oder Sepia am besten in naturweißen Passepartouts zur Geltung kommen.

Neuerdings liegen auch hellgraue Passepartouts im Trend. Sie eignen sich ideal für Motive in Pastelltönen und helle Schwarz-Weiß-Fotografien.

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