Die beliebtesten amerikanischen Architekturstile.

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Den einen typisch amerikanischen Architekturstil gibt es nicht – zu vielseitig sind die kulturellen Einflüsse. Foto: Baufritz

Ob verspieltes Landhaus oder modernes Loft: Einen einheitlichen amerikanischen Architekturstil sucht man vergebens. Die regionalen und historischen Unterschiede zwischen Ost- und Westküste und zwischen Süden und Norden variieren stark. Wir stellen einige charakteristische amerikanische Architekturstile vor.  

Von luxuriösem Hollywood Glamour bis hin zum rustikalen Ranch Chic – es gibt unzählige amerikanische Wohnstile. Nicht nur innen, sondern auch außen weisen amerikanische Häuser je nach Standort enorme Unterschiede auf. Nicht zuletzt bedingt durch die Begebenheiten der unterschiedlichen Klimazonen muss ein amerikanisches Haus andere Anforderungen erfüllen.

Darüber hinaus brachten diverse Einwanderungsgruppen verschiedene kulturelle Einflüsse mit sich, die sich bis heute auch auf die Architektur auswirken.


Beliebte amerikanische Architekturstile:

Viktorianischer Stil

Ein verspielter architektonischer Stil mit vielen dekorativen Elementen. Typisches Merkmal sind viele Erker und Türmchen. Die weltweit bekanntesten Häuser im viktorianischen Stil sind wohl die sogenannten „Painted Ladies“ am Alamo Square in der kalifornischen Metropole San Francisco.

Die Häuser entstanden in den 1860er Jahren und wurden 1963 von einem Künstler bunt gestrichen. Die farbenfrohe Häuserzeile, entstanden in den 1860er Jahren, mit der heutigen Skyline im Hintergrund ist ein beliebtes Fotomotiv.

Die „Painted Ladies“ in San Francisco sind typisch für den viktorianischen Stil. Foto: ogressie/stock.adobe.com

Townhouse Stil

Dieser Architekturstil ist, wie der Name bereits verrät, vorwiegend in Städten anzutreffen – denn der platzsparende Grundriss kommt den teuren Grundstückpreisen entgegen. Es handelt sich dabei um Häuser mit einem schmalen Grundriss, deren Wohnfläche sich über mehrere Etagen verteilt. Der Eingang verfügt in der Regel über einen Treppenaufgang.

Südstaaten Stil

Herrschaftliche, mehrstöckige Villen, erkennbar an einer meistens umlaufenden, überdachten Veranda. Der Eingang wird oft von Steinsäulen geziert. Dieser Architekturstil blickt allerdings auf eine düstere Geschichte: So gehörten diese Villen einstigen Plantagenbesitzern, deren Reichtum auf der Ausbeutung von Sklaven basierte.


Amerikanische Wohnstile:


Cape Cod Stil

Eine von britischen Kolonialisten inspirierte puristische Architektur, vor allem an der Ostküste in Neuengland anzutreffen. In der Regel handelt es sich dabei um ein symmetrisches, maximal zweistöckiges Gebäude mit steilem Satteldach, mittigem Hauseingang und einem Schornstein aus Stein.

Midcentury Modern

Ein geradliniger Architekturstil, der große Fensterflächen und eine offene Grundrissgestaltung bevorzugt. Das puristische Desgin der Häuser prägt insbesondere das Bild im kalifornischen Palm Springs.

amerikanischer architekturstil
In Palm Springs finden sich zahlreiche Original-Häuser im Mid-Century-Modern-Stil. Foto: Renzo Wellinger

Craftsman Stil

Ein handwerklich geprägter Baustil, der sich als Antwort auf die Industrielle Revolution entwickelte. Typisches Merkmal: Eine Säulenveranda und viele natürliche Materialien wie Holz.

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